Internationale Funkausstellung
IFA-Kost von Joseph Roth bis Jacques Brel

Wenn der Kopf rauscht vor lauter Funk-Neuheiten, bringt der Gaumen die Gelassenheit zurück. Ob Berlin-Nostalgie oder Asia-Schick, die Hauptstadt zeigt ihre schmackhaften Seiten - nicht nur während der Internationalen Funkausstellung vom 2. bis 7. September.

Joseph-Roth-Diele

Im Lokal "Joseph-Roth-Diele" sieht es fast so aus wie zu Zeiten des in Österreich geborenen Schriftstellers, der nach dem Ersten Weltkrieg einmal im Nachbarhaus residiert haben soll. Die Wände sind dunkel getäfelt, das Mobiliar ist gemütlich altmodisch, das Geschirr mit Goldrand verziert.

Passend dazu bietet "Joseph Roth" Stullen, die von einem großen Laib Schwarzbrot abgeschnitten werden. Als Aufstrich stehen Zwiebelmett, Teewurst oder Schmalz zur Auswahl. Abends werden Strammer Max, die unvermeidliche Bulette und diverse deftige Berliner Eintöpfe serviert.

Die "Diele" versteht sich als Gast- und Lesestube. Wer mag, kann sich aus der Bibliothek bedienen - und dazu Filterkaffee oder Bier trinken. Neben dem ortsüblichen Gerstensaft gibt?s auch Gaffel Kölsch. Ganz so ernst nimmt sich das Berlinerische eben doch nicht.

Potsdamer Str. 75, Tiergarten, Tel. 030/26 36 98 84, www.joseph-roth-diele.de

Spindler & Klatt

Zu den ungewöhnlichsten Neueröffnungen der Stadt zählt das "Spindler & Klatt", etwas versteckt auf der Grenze zwischen den Bezirken Mitte und Kreuzberg. Die Küche bietet die in Szene-Restaurants übliche Mischung: gewürzte Wassermelonen-Suppe aus Thailand, koreanisches Kalbsrücken-Steak mit Meerrettich-Kartoffelpüree, Thunfisch vom Grill. Man sollte unbedingt darauf bestehen, dass der Fisch nicht zu lange überm Feuer bleibt.

Aber wegen des Essens kommt hierher sowieso niemand. Es ist der 1000 Quadratmeter große Raum, der sich zur Spree hin auf eine großzügige Terrasse öffnet, der die Jungen und Hippen anzieht. Wie ein Filmstudio wirkt die Halle der ehemaligen preußischen Heeres-Bäckerei. Lange weiße Gazevorhänge teilen den Raum in Lounge, Bar und Restaurant.

Die Gäste räkeln sich auf riesigen asiatischen Liegen. Für Anhänger des gesetzten Essens gibt es Tische. Ab 23 Uhr verwandelt sich das Lokal in einen Club - ab und an mit Überraschungsnummern.

Köpenicker Str. 16-17, Mitte/Kreuzberg, Tel. 030/69 56 67 75, www.spindlerklatt.de

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