Internationale Funkausstellung
Zukunftstrend Internet-Fernsehen

Der Einschätzung von Experten zufolge wird Fernsehen über das Internet in den kommenden Jahren immer beliebter werden. Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin wurden zudem erste serienreife Handys für mobiles Fernsehen gezeigt.

HB BERLIN. Bis 2010 werde das Internet-TV weltweit eine Abonnentenzahl von über 25 Millionen mit einem Umsatz von rund zehn Milliarden US-Dollar erwartet (rund 7,79 Milliarden Euro), sagte der Vorsitzende der Deutschen TV-Plattform, Gerhard Schaas, am Freitag in Berlin. Das so genannte IPTV werde in Deutschland seit Mai angeboten.

Die Telekom habe ihren IPTV-Dienst vor wenigen Tagen gestartet, unter anderem mit der Übertragung der Fußball-Bundesliga. Schaas betonte, IPTV (Internet Protocol TV) sei ein neues Fernsehangebot, das aber keinesfalls mit "Web-Fernsehen" gleichgesetzt werden dürfe. "IPTV ist ein Provider-Dienst für eine ganz bestimmte Kundengruppe, die diesen Dienst abonniert hat, der aber nicht öffentlich für jedermann im Internet verfügbar ist."

Vorteil der neuen Technik sei, das bereits vorhandene Infrastruktur wie Telefonleitung und DSL-Internetanschlüsse genutzt werden könnten. Darüber hinaus könne der Zuschauer individuell aus dem Angebot seines Providers auswählen, was er sehen wolle. IPTV sei aber nicht unbedingt an das Internet als Transportweg gebunden. IPTV bedeute lediglich, dass für die Übertragung das "Internet Protocol" anstelle des DVB-Standards Anwendung finde. Prinzipiell könne IPTV auch über Satellit oder Kabel ins Haus kommen.

Der Verband erklärte, mobiles Fernsehen auf dem Handy sei ebenfalls keine Vision mehr. Zwei technische Standards, DMB und DVB-H, stünden für die Realisierung zur Verfügung. Während der Fußball-WM hätten beide erstmals ausprobiert werden können. Derzeit kämen erste serienreife Handys mit DMB-Empfang auf den deutschen Markt. Die Deutsche TV-Plattform ist ein Zusammenschluss von Programmherstellern und-anbietern, privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Netzbetreibern und Industrieunternehmen.

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