Internationalen Funkausstellung
Leichte Einbußen bei Unterhaltungselektronik

Die Anbieter von Unterhaltungselektronik, Computern und Handys sehen sich vor einer Wachstumsdelle. Trotz Rekordverkäufen von Flachbildschirmen hat die Branche in Deutschland im ersten Halbjahr 2006 leichte Umsatzeinbußen hinnehmen müssen.

HB BERLIN. Der Umsatz sei um 1,5 Prozent gesunken, sagte der Vorsitzende des Fachverbandes Consumer Electronics, Hans-Joachim Kamp, am Mittwoch einen Tag vor Eröffnung der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Für das ganze Jahr werde dennoch mit einem Umsatzwachstum von knapp vier Prozent auf dann mehr als 22 Mrd. Euro gerechnet. Im vergangenen Jahr hatte die Branche noch einen Umsatzsprung von 7,6 Prozent auf 21,7 Mrd. Euro verzeichnet. "Für das Jahr 2007 erwarten wir - wenn auch abgeschwächt - ein weiteres Wachstum für den Gesamtmarkt im einstelligen Prozent-Bereich", sagte Kamp.

Kamp machte für das bislang enttäuschende Ergebnis Umsatzrückgänge bei Informationstechnologie und Telekommunikation verantwortlich. Diese hätten die "überaus positive Entwicklung der klassischen Unterhaltungselektronik" mit einem Umsatzplus von über zehn Prozent auf 13,5 Mrd. Euro aufgehoben. Allein der Umsatz bei Fernsehern sei um über 30 Prozent gewachsen.

Die dennoch positive Prognose für das Gesamtjahr begründete Kamp damit, dass IFA und das Weihnachtsgeschäft positive Impulse geben würden. Darüber hinaus werde die am 1. Januar 2007 bevor stehende Mehrwertsteuererhöhung Konsumenten veranlassen, noch in diesem Jahr Geräte zu kaufen.

Die klassische Unterhaltungselektronik boomt auch in anderen europäischen Ländern, wie Kamp berichtete. Schweden rechnet den Angaben zufolge für 2006 mit einer Wachstumsrate von 23 Prozent, gefolgt von Frankreich (20 Prozent) und England (18 Prozent). Das Wachstum komme vor allem durch Innovationen. So seien vor sechs Jahren 51 Prozent des Umsatzes mit TV-Modellen erzielt worden, die weniger als ein Jahr im Markt waren. 2005 habe dieser Anteil 77 Prozent betragen.

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