Internationales Expertenteam stellt Studie nach dreijähriger Forschungsarbeit vor
Handys machen doch nicht krank

Über die möglichen Risiken von Mobiltelefonen oder Sendeanlagen kursieren unterschiedliche Meinungen. Gestern gab ein internationales Expertenteam nach knapp dreijähriger Forschungsarbeit bekannt, dass sich der bestehende Verdacht auf mögliche gesundheitsschädliche Wirkungen des Mobilfunks nicht erhärtet hat.

HB DÜSSELDORF. Jedoch stellte das Expertenteam der Gruppe „Mensch Umwelt Technik“ des Forschungszentrums Jülich fest, dass in einigen Bereichen noch Forschungsbedarf besteht.

25 Spitzenforscher aus Deutschland und der Schweiz kamen erstmals im September 2003 zu einer Bewertung neuerer Forschungsergebnisse zusammen. Die Experten bearbeiteten die für den Mobilfunk wichtigen Forschungsgebiete: Krebs, erbgutschädigende Effekte, Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem, Befindlichkeitsstörungen und Blut-Hirn-Schranke. In den Bereichen „Blut-Hirn-Schranke“ und „Krebs“ ist für die Gutachter die Sachlage eindeutig: Es finden sich keine Hinweise auf Effekte. Die Gutachter stellten weiter fest, dass die experimentell gefundenen Wirkungen des Mobilfunks auf das zentrale Nervensystem ohne erkennbare Nachteile für die Gesundheit sind. Gleiches gilt für die Hinweise auf Erbgut-Schäden. Da daraus keine Schädigung der Zellen resultierte, kann nach Meinung der Experten aus den Ergebnissen keine Gefährdung der Gesundheit abgeleitet werden.

„Die im Risikodialog betrachteten Studien erhärten nicht den Verdacht, dass der Mobilfunk negative gesundheitliche Auswirkungen hat“, sagte der Leiter der Programmgruppe, Peter Wiedemann.

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