Internet als Medium zur Wissenvermittlung
Fernunterricht im Netz

Eine vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführte Untersuchung bei knapp 130 Anbietern von Fernunterricht ergab, dass mehr als die Hälfte der Anbieter auf das Internet als Lehrmittel setzen.

hiz DÜSSELDORF. Eine vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführte Untersuchung bei knapp 130 Anbietern von Fernunterricht ergab, dass mehr als die Hälfte der Anbieter auf das Internet als Lehrmittel setzen. Während die Mehrzahl ihr traditionelles Kursangebot durch Lernen im Netz erweitert, bieten ca. 15% sogar ausschließlich netzgestützte Fernlehrangebote an. Nur 34% führen ihre Fernlehrgänge noch ohne Einsatz des Internet durch. Doch auch bei diesen Instituten wird bereits über den Einsatz von Online-Angeboten nachgedacht bzw. sind die Planungen dafür mehr oder weniger weit gediehenen.

87% der Befragten nutzen das Web zur Außendarstellung und zur Akquisition neuer Teilnehmer. Aber auch zur Betreuung der Teilnehmenden (69%), zur Kommunikation zwischen den Teilnehmenden (60%) und zur Bereitstellung von Lehrmaterialien (55%) ist das Internet ein beliebtes Hilfsmittel.

Die Motivation der Anbieter liegt in der verbesserten Ansprache der Zielgruppen. Dafür knüpfen die Online-Angebote an den bereits vorliegenden Lernmaterialien an. Die Entwicklung geht aber nach Aussagen der Befragten weiter in Richtung Internet-Schulung. Knapp 14% wollen ihre bislang traditionell angebotenen Lehrgänge durch Onlinekurse ersetzen. Dabei erhoffen sich 60% der Anbieter durch das zusätzlich netzgestützte Kursangebot die Erschließung weiterer Zielgruppen.

Das Internet wird zwar als wichtiges Schulungsmittel eingeschätzt, bei den Inhalten bleibt jedoch fast alles beim Alten. Bei über 60% der Schulungsunternehmen bauen die netzgestützten Produkte inhaltlich auf die bestehenden traditionellen Angebote auf. Dabei werden in einigen Fällen identische Kursinhalte sowohl traditionell wie auch netzgestützt angeboten. Andere nutzen das Internet mehr, um bestehende Kurse zu unterstützen. Eine dritte Gruppe konzipiert ihre Lehrgänge so, dass sich verschiedene Vermittlungsformen ergänzen (Blended Learning).

Die Untersuchung zeigt, dass ohne E-Learning, das netzbasierte Lernen, kein Fernunterricht mehr auskommen wird. Wobei das Internet nicht die ausschließliche Plattform sein wird. Die Lehrgänge werden sich immer mehr zur Kombination von herkömmlichen Methoden und Online-Angeboten entwickeln. Wobei die interaktiven Möglichkeiten des elektronischen Mediums die Betreuung der Teilnehmer stark vereinfacht.

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