Internet
Das Überall-Internet ist nicht zu stoppen

Das mobile Internet hat den Durchbruch im Jahr 2008 geschafft, nun wollen es die Mobilfunkanbieter zum starken Umsatzbringer ausbauen. Der vor nicht allzu langer Zeit noch totgesagte Übertragungsstandard UMTS ist in Verbindung mit GPRS zum soliden Fundament der neuen Mobilität geworden.

DÜSSELDORF. Der Hamburger Netzanbieter Hansenet will es jetzt wissen: Seit Januar bekommen die Internetkunden einen kostenlosen Webzugang per Handy obendrauf. Hansenet-Vertriebschef Michele Novelli will die Kunden damit ans mobile Surfen im Netz gewöhnen: "Größte Hemmschwelle für die Nutzung des mobilen Internets ist noch immer das hartnäckige Gerücht, das sei mit hohen laufenden Kosten verbunden. Mit diesem Vorurteil wollen wir aufräumen", sagt Novelli.

Das mobile Internet hat den Durchbruch im Jahr 2008 geschafft, nun wollen es die Mobilfunkanbieter zum starken Umsatzbringer ausbauen. Fernziel bei Hansenet: "In Zukunft soll nicht mehr zwischen dem Zugang per PC und dem Handy unterschieden werden", sagt Novelli. Die Grenzen verschwinden: Kunden von Hansenet, das Webzugänge unter der Marke Alice anbietet, bekommen nun sogar umsonst ihre E-Mails auf ihr Mobilgerät geschickt - ein Dienst, für den Blackberry-Kunden noch zur Kasse gebeten werden.

Das befördert einen mächtigen Trend: "Breitbandige Funkstrecken, benutzerfreundliche Multimediahandys für hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und attraktive Tarife ab zehn Euro monatlich haben die Nutzung des Internets über das Handy populär gemacht", sagt Manfred Breul, Telekommunikationsexperte des Branchenverbandes Bitkom. Unterwegs Nachrichten anzuschauen, Börsenkurse und E-Mails zu checken oder Musik herunterzuladen ist durch Flatrates keine Kostenfalle mehr - und auch nicht länger eine Geduldsprobe.

Der vor nicht allzu langer Zeit noch totgesagte Übertragungsstandard UMTS ist in Verbindung mit GPRS zum soliden Fundament der neuen Mobilität geworden. Laut Bitkom gab es Ende 2008 rund 16 Millionen UMTS-Anschlüsse - 60 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit mobilen Datendiensten erlösten deutsche Netzbetreiber im vergangenen Jahr rund 5,1 Mrd. Euro - gut sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei entfällt die eine Hälfte auf das Internet-Surfen mit dem Handy und die andere auf SMS und MMS. "Mobiles Surfen gehört schon jetzt für mehr als zehn Millionen Deutsche zum Alltag", sagt Breul.

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