Internet-Datenbank listet schädliche URLs
Zwölf Millionen Gefahrenstellen

Virenautoren und Hacker nutzen vermehrt spezielle Internetseiten, um Rechner und Netzwerke zu verseuchen. Mehr als zwölf Millionen Gefahrenstellen sind aktuell im World Wide Web bekannt.

hiz DÜSSELDORF. Die Internet Threat Database von Surf-Control, in der gefährliche Internet-Adressen aufgelistet sind, umfasst mittlerweile über 12 Millionen Einträge. Mit Hilfe dieser Datenbank können Unternehmen die darin aufgeführten Webseiten sperren. Dadurch soll der Schutz vor Verseuchung des Netzwerks, Datendiebstahl, Netzwerkmissbrauch und Produktivitätsverlust verbessert werden.

Allein im vergangenen Monat mussten die Experten mehr als eine Million verseuchte Websites hinzufügen, die neu aufgetaucht waren. Surf-Control gibt an, dass in den vergangenen 12 Monaten die URL-Sammlung um fast fünf Millionen Einträge gewachsen ist. Etwa zwei Drittel dieser als gefährlich eingestuften Adressen stammen aus den USA.

Sites mit schädlichen Inhalten haben den Erkenntnissen zufolge hohe Zuwachsraten. Für URLs mit kriminellen Aktivitäten beträgt die Steigerungsrate 142 %, für Phishing-Websites 138 %. Die Zahl der Spyware- und Hacking-Sites hat innerhalb der vergangenen 12 Monate jeweils sogar um fast 90 % zugenommen.

Die Gründe für den Anstieg sind nach Ansicht der Fachleute vielfältig. Der ausschlaggebende Faktor jedoch sei, dass Cyber-Kriminelle zunehmend kombinierte Angriffstechnologien nutzen und dabei immer häufiger auch mit URLs arbeiten.

In jüngster Zeit sind, neben den bekannteren Gefahren wie Web-Missbrauch, Viren und Spam, wesentlich raffiniertere Bedrohungen für Unternehmensnetzwerke hinzugekommen. Inzwischen haben sich Spyware, Phishing-Angriffe, Trojaner und Keylogger dazu gesellt, die häufig kombiniert eingesetzt werden und dadurch in ihrer Wirkung noch potenzieren.

Diese kombinierten Angriffe überwinden zudem immer öfter punktuelle Sicherheitsbarrieren und nutzen mehrfache Schwachstellen in Clients und Netzwerken. "Die rasante Zunahme von kombinierten Bedrohungen hat das Konzept der Internet-Sicherheit verändert. Die separat arbeitenden Schutz-Systeme gegen spezifische Bedrohungen müssen miteinander verzahnt werden", erklärt Gernot Huber, Marketing Manager Central Europe von Surf-Control.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%