Internet-Offensive
Microsoft baut Web-Angebot aus

Microsoft hat die Kapazität seiner Internet-Suchmaschine Live Search vervierfacht – ein Kampfansage an die Marktführer Google und Yahoo. Und nicht die einzige: Auch auf anderen Feldern der Web-Technologie verschärft das Unternehmen den Wettbewerb mit etablierten Konkurrenten.

HB FRANKFURT/SEATTLE. Im Konkurrenzkampf der Internet-Suchmaschinen will Microsoft mit neuer Technik den Marktführer Google unter Druck setzen. Das Unternehmen hat bei seiner Suchmaschine Live Search die Zahl der erfassten Webseiten vervierfacht. Gleichzeitig überarbeiteten die Microsoft-Entwickler die Technik, mit der die Reihenfolge der Treffer angezeigt wird.

Mit diesen Verbesserungen glaubt sich das Unternehmen nun in der Lage, mit "Google konkurrieren zu können", sagte Microsoft-Vizepräsident Satya Nadella. Derzeit sprechen die Zahlen noch eindeutig für die Microsoft-Konkurrenz. In den USA liegt Live Search hinter Google (57 Prozent) und Yahoo (23 Prozent) mit elf Prozent aller Anfragen nur auf Platz drei bei der Beliebtheit der Suchmaschinen.

Eine weitere Web-Anwendung hält Microsoft für die Nutzer seines Office-Pakets bereit. Mit dem "Microsoft Office Live Workspace“ erhalten Anwender auf einem Server etwa 250 MB Platz zur Verfügung gestellt, um dort Dokumente zu speichern und mit anderen auszutauschen. Auch eine Kommentarfunktion soll es geben. Der neue Dienst wird ab dieser Woche einem "Betatest" unterzogen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Einführung zumindest in den USA ist bis Ende des Jahres geplant.

Office-Anwender können dann Word-, Excel- oder PowerPoint-Dokumente auf den Server hochladen und Freunde oder Arbeitskollegen einladen, diese zu lesen oder Kommentare anzufügen. Office Live Workspace ist nicht zu verwechseln mit Office Live, einem Microsoft-Angebot für Kleinunternehmen zur Gestaltung einer eigenen Web-Präsenz. Dieses Produkt soll jetzt in Office Live Small Business umbenannt werden.

Auch auf dem Gebiet der interaktiven Online-Präsentation von Videos will sich Mocrosoft künftig stärker positionieren. Hier steht das Unternehmen mit seiner Silverlight-Technologie in Konkurrenz zu Flash-Technik von Adobe. Einen Tag nach der überraschenden Ankündigung von Adobe, durch die Übernahme von Virtual Ubiquity in den Markt für Textverarbeitungsprogramme einzusteigen, kündigte Microsoft-Manager Steffen Ritter eine deutschsprachige Fassung des Silverlight-Plugins für Windows und Mac an.

Neben dem Internet Explorer werden die Browser Firefox und Safari unterstützt. Außerdem entwickle Novell mit Unterstützung von Microsoft ein Plugin für Linux, erklärte Ritter. Silverlight steht auch im Mittelpunkt der Konferenz Xtopia, zu der Microsoft Entwickler und Web-Designer vom 10. bis 12. Oktober nach Berlin einlädt.

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