Internet-Piraterie
Tausende Verfahren gegen Raubkopierer

In einem großen Fall von Internet-Piraterie sind bislang gegen mehr als 6 000 von bis zu 15 000 Raubkopierern in Deutschland Verfahren angeschoben worden.

dpa ERFURT. Laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Mühlhausen wurden bereits 6 485 Verfahren zur weiteren Prüfung an die zuständigen Landeskriminalämter bundesweit abgegeben. Dafür hätten erst die Personalien der Computernutzer festgestellt werden müssen, die illegal Filmhits, Musik, Software und Spiele heruntergeladen haben sollen, sagte Dirk Germerodt. Einige Beschuldigte seien unter verschiedenen Namen oder Pseudonymen angemeldet gewesen. Über das aufgeflogene Internet-Portal sollen Kunden illegal mit Raubkopien von Kinofilmen, Computerspielen, Anwendersoftware und Musikdateien versorgt worden seien. Die Ermittler haben Server in vier europäischen Ländern festgestellt.

Das Thüringer Landeskriminalamt habe zur Ermittlung der Klarnamen der Nutzer inzwischen mehr als 1 000 Banken angeschrieben, bestätigte Germerodt eine Meldung des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mühlhausen gegen die vier mutmaßlichen Drahtzieher aus Südthüringen und München seien bislang noch nicht abgeschlossen, sagte Germerodt. Tatverdächtig seien zwei Brüder aus Breitungen, ein junger Mann aus Brotterode sowie ein Rechtsanwalt aus München. Sie waren kurz nach der Festnahme im September 2004 wieder auf freien Fuß gekommen.

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