Internet-Trends
Darüber spricht das Netz: Blogs und Webmedien

Das Netz ist in Bewegung. An jedem Tag tun sich erstaunliche Dinge, wird den Nutzern das Leben erleichtert, wachsen die verschiedenen Medien weiter zusammen, entstehen neue Geschäftsmodelle, während andere zusammenbrechen. "Handelsblatt.com" unternimmt eine Reise in die wichtigsten internationalen Blogs und Web-Medien und gibt Ihnen den Überblick über die Netzgeschichten der Woche.

HB DÜSSELDORF. Ein neues Gespenst geht um in den Chefetagen der Film- und Fernsehindustrie. Es heißt "Pirate Bay". Bisher war die schwedische Internet-Seite vor allem dafür bekannt, so genannte Torrent-Dateien zu verbreiten, mit denen Millionen von Musik-, Film- oder Fernsehdateien illegal auf den eigenen Rechner geladen werden konnten. Nun wollen die Piraten den nächsten Schritt wagen: Unter der Adresse thevideobay.org bauen sie eine Video-Plattform im Stile von YouTube. Und auf der werden sicher nicht von Nutzern gedrehte Videos zu sehen sein, sondern stattdessen massenhaft urheberrechtsgeschütztes Material. Die Rechtsabteilungen der Produktionsfirmen aus aller Welt können also schon mal ihren Schriftverkehr vorbereiten.

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Ankündigung im "Pirate Bay"-Blog
Spekulationen bei "NewTeeVee"

Spannende Neuigkeiten gibt es bei "facebook", dem amerikanischen Vorbild für Studenten-Netzwerke wie "StudiVZ". "facebook" hat sich in den vergangenen Monaten aus dem Studenten-Umfeld gelöst und wird immer mehr zum universellen Netzwerk. In dieser Woche wurde nun ein weiterer Schritt verkündet: "facebook" soll in Richtung "MySpace" marschieren. Nutzer können künftig Musik auf ihren Seiten empfehlen und hören, Videos einbinden, Spiele spielen oder Amazon-Buchempfehlungen integrieren.

All das geschieht allerdings nicht wie bei "MySpace" durch eigene Programmierer. Man will die Plattform stattdessen für alle Entwickler und Inhalteanbieter öffnen. Der 23-jährige "facebook"-Chef Mark Zuckerberg spricht bereits vom "Social Operating System" für das Internet, einem sozialen Betriebssystem also. Mit 24 Millionen Nutzern (laut einer ComScore-Studie) gehört "facebook" ohnehin schon zur Weltliga der sozialen Netzwerke. Im vergangenen Jahr wurde ein Übernahmeversuch von Yahoo abgelehnt. Die gebotenen 900 Millionen US-Dollar waren den Gründern zu wenig. Nun deuten alle Zeichen darauf hin, dass "facebook" an die Börse geht. An der Wall Street wäre das der erste IPO einer großen Internet-Firma seit Jahren.

Links
Artikel in der "New York Times"
Berichterstattung bei "GigaOM"
Analyse bei "Read/WriteWeb"
Spekulationen im "Wall Street Journal Online"
Übersicht über neue "facebook"-Dienste bei "Mashable!"

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