Internet-TV-Anbieter
Mehr Geld für Joost

Neben Risikokapitalgebern steigen auch CBS und Viacom bei dem Internet-TV-Anbieter ein. Vielleicht liegt es an seiner Überzeugungskraft. Möglicherweise aber auch daran, dass bisher alles, was Niklas Zennström im Internet angefasst hat, von Erfolg gekrönt wurde.

bn BERLIN. Bekannt wurde er vor allem mit dem Musiktauschprogramm Kazaa und der Internet-Telefoniesoftware Skype. Für Joost, sein neuestes Projekt, hat er jetzt fünf potente Geldgeber gefunden, die mit insgesamt 45 Millionen Euro bei der Online-TV-Firma einsteigen: Neben den Risikokapitalgebern Index Ventures und Sequoia Capital sowie Li Ka Shing, Chairman von Hutchison Whampoa, sind auch die Medienunternehmen CBS und Viacom mit dabei. Allerdings besitzt keiner der Geldgeber die Mehrheit an Joost.

CBS und Viacom hatten sich zuvor bereit erklärt, Joost kostenlos Inhalte zur Verfügung zu stellen, wenn sie mit Werbung versehen werden. Und Zennströms Projekt bezieht Formate auch von Konkurrenten der beiden Medienunternehmen, etwa von Turner, Hasbro, Warner Bros. oder Sony Pictures Television. Auch die amerikanische National Hockey League und Sports Illustrated bieten ihre Sendungen an.

Obwohl Joost sich noch in der Entwicklungsphase befindet, empfangen Testnutzer bereits über 150 Programme mit Zeichentrickfilmen, Dokumentationen, Sport, Shows, Science-Fiction und Comedy. CBS stellt insgesamt 2000 Stunden seines Programms zur Verfügung, darunter die gesamte CSI-Serie. Viacom steuert vor allem US-Shows bei. Auf Grund der urheberrechtlichen Vereinbarungen werden diese von Joost verbreiteten Inhalte aber nur zum Teil in Deutschland zu sehen sein.

Nachdem in diesem Monat der Zugang zu Joost für weitere Nutzer geöffnet wurde, offenbarten sich auch erste Schwächen des Programms: Die Videodaten werden nach demselben Prinzip über das Internet verteilt wie bei Musiktauschbörsen. Vor allem weil die Datenmenge aber ungleich größer ist als bei Musik, kapitulierten die Joost-Server. Die Folge waren häufige Bild-Aussetzer oder sogar völlige Unterbrechungen. Wann das Programm für jedermann zugänglich sein wird, steht noch nicht fest.

Quelle: BusinessNews

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