Internet Zu Hause mit LTE ins Netz gehen

Immer häufiger vermarkten die großen Netzanbieter LTE auch als Internet-Alternative zum Festnetz für zu Hause. Statt über Telefonleitung oder Fernsehkabel kommt das Internet über die Antenne ins Haus. Aber taugt das was?
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Wer über LTE ins Internet geht, muss mit Datenvolumengrenzen leben. Die schon recht großzügigen 50 Gigabyte hier reichen beim Videostreamen aber auch nur für einige Tage. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn Quelle: dpa
Begrenztes Datenvolumen

Wer über LTE ins Internet geht, muss mit Datenvolumengrenzen leben. Die schon recht großzügigen 50 Gigabyte hier reichen beim Videostreamen aber auch nur für einige Tage. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

(Foto: dpa)

des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur zeigt: Mehr als 16 Megabit pro SekundeLTE ist schnell, richtig schnell. Wer die Mobilfunktechnik das erste Mal nutzt, bemerkt im Vergleich zu UMTS oder einer langsamen DSL-Leitung sofort den schnellen Verbindungsaufbau und die flotte Datenübertragung. Immer häufiger vermarkten die großen Netzanbieter LTE nun auch als Internet-Alternative zum Festnetz für zu Hause. Statt über die Telefonleitung oder das Fernsehkabel kommt das Internet über die Antenne ins Haus. Aber taugt das was?

„Die Produkte am Markt sind durchaus eine Alternative”, sagt Nick Kriegeskotte vom IT-Verband Bitkom. „Besonders dann, wenn man über DSL nur langsame Verbindungen erreichen kann.” Gerade Bewohner ländlicher Regionen am Ende des Kabels kennen das. Falls ein DSL-Anschluss verfügbar ist, bietet er häufig nur langsame Geschwindigkeiten.

Peinliche Computer-Momente
Ein Klick zur Peinlichkeit
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Computerpeinlichkeiten im Job endet mindestens mit hochrotem Kopf, mitunter sogar mit dem Rausschmiss. Doch so manchen digitalen Fallstrick kann man mit etwas Vorsicht vermeiden, gegen andere helfen technische Hilfsmittel. Ein Überblick.

Antwort an alle
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Der Klassiker im Büroalltag: Ein Klick aufs falsche Feld - und schon liest die ganze Firma, was eigentlich nur für wenige Augen bestimmt war. Das kann peinlich werden.

In Mailprogrammen kann der „Allen antworten”-Button leicht mit „Antworten” verwechselt werden, die Symbole sehen sich zum Verwechseln ähnlich. „Ein beliebter Fehler, prominent vertreten”, sagt Ronald Eikenberg, Redakteur der Computerzeitschrift „c't”. Also besser wirklich nur auf „Antworten” klicken.

Fahrlässiger Umgang mit Passwörtern
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Fast so fahrlässig wie die PIN-Nummer auf der EC-Karte. „Grundsätzlich sind Zettel kein schlechter Weg, um Kennwörter nicht zu vergessen”, sagt Eikenberg. „Allerdings gehören die Papiere nicht an den Monitor, sondern an einen sicheren Ort”.

Fahrlässiger Umgang mit Passwörtern
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Ein gutes Passwort sollte aus mindestens zehn Zeichen bestehen und Groß- und Kleinbuchstaben enthalten sowie Zahlen und Sonderzeichen – bestenfalls in einer willkürlichen Abfolge, die auf den ersten Blick keinen Sinn gibt. Bei komplizierten Passwörtern helfen Eselsbrücken weiter. Auch Passwort-Manager als App können eine sichere Variante sein.

Einbrecher mit Urlaubsfotos anlocken
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Auf Bali ein Foto gepostet, zu Hause angekommen, und die Wohnung ist leergeräumt? Sicherheitsexperten warnen nicht nur von Bikini-Fotos auf Facebook. Generell sollte man gerade im Urlaub mit privaten Informationen vorsichtig umgehen, empfiehlt die Polizei. Einbrecher durchforsten nämlich gezielt soziale Netzwerke nach Spuren, die in der Ferienzeit auf verwaiste Häuser deuten. Auch automatische Abwesenheitsnachrichten mit den genauen Urlaubszeiten können Hinweise auf leichte Beute sein.

Vorsicht bei Bildschirmfotos
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„Wenn ich Screenshots anfertige, sollte ich genau darauf achten, was auf dem Bildschirm zu sehen ist”, sagt Eikenberg. Spezielle Tools wie Erweiterungen für Browser ermöglichen, nur ausgewählte Bereiche des Bildschirms abzufotografieren. Auch Apple und Microsoft bieten vorinstallierte Programme für ihre Betriebssysteme an. IT-Experten raten, vor dem Abschicken eines Screenshots unbedingt die Datei nochmals zu betrachten. Auch eine offene Passwort-Datei oder sichtbare Raubkopien auf dem Desktop könnten für Ärger sorgen.

Browserverlauf nicht gelöscht
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Im Büro kurz etwas online bestellen oder auf private Seiten gehen? Merkt doch eh niemand –  bis der PC in Wartung ist. Im Zweifel ist außerdienstliches Surfen am Arbeitsplatz verboten und kann arbeitsrechtliche Folgen haben. Firmen können ihren Mitarbeitern über den Browserverlauf auf die Schliche kommen.

Ein Blick in den Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur zeigt: Mehr als 16 Megabit pro Sekunde (MBit/S) gibt es in weiten Teilen Westdeutschlands für 5 bis 25 Prozent der Haushalte nicht. Im Osten schauen in manchen Regionen bis zu 50 Prozent der Haushalte beim Thema flottes Netz über die Leitung in die Röhre. Per LTE soll das alles schneller gehen - ohne Kabel und Stecker.

Wer prüfen will, ob LTE eine Alternative für daheim sein könnte, sollte die Netzabdeckungskarten der Anbieter prüfen, rät Markus Weidner vom Telekommunikationsportal „Teltarif.de”. Denn solides LTE ist längst nicht überall und von allen Anbietern verfügbar.

Gute LTE-Verbindung ist auch nur die halbe Miete, sagt Weidner. Auch eine gute UMTS-Versorgung ist wichtig. Ist die nicht gewährleistet, herrscht bei mangelndem LTE-Empfang Schneckentempo, wenn die Verbindung auf die langsame EDGE-Technik zurückfällt. Videostreams, schnelles Surfen und Downloads sind dann nahezu unmöglich.

Grundsätzlich gilt für die von den Netzbetreibern versprochenen Geschwindigkeiten: Sie sind in der Theorie möglich, in der Praxis erreichen Nutzer die 50, 150 oder 300 MBit/S aber eigentlich nie. Das hat mehrere Gründe. Zum einen, weil LTE ein sogenanntes Shared Medium ist, erklärt Nick Kriegeskotte. Alle Nutzer einer Funkzelle teilen sich die maximale Geschwindigkeit. Je mehr Nutzer es gibt, desto weniger bleibt für den Einzelnen übrig. Zum anderen dämpfen Hindernisse zwischen Funkmast und LTE-Gerät den Empfang. Maximale Geschwindigkeit im Haus ist also eher unwahrscheinlich.

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