Internetdienst zur Fehlersuche in Programmen
Bei Software-Fehlern einfach Igor fragen

Fehler in Computerprogrammen verursachen Schäden in Milliardenhöhe. Laut einer Studie des US-Wirtschaftsministeriums könnten verbesserte Verfahren zur Fehlersuche allein in den USA jährlich 22,5 Milliarden $ an Schäden vermeiden.

HB DÜSSELDORF. Eine Forschergruppe der Universität des Saarlandes (www.st.cs.uni-sb.de) unter Leitung von Professor Dr. Andreas Zeller betreibt einen neuen Internetdienst, der Ursachen von Programmfehlern automatisch finden soll. Anwender könne ab sofort fehlerhafte Programme einreichen. Die Ergebnisse der automatischen Fehlerdiagnose stehen, nach Angaben der Forscher, schon nach wenigen Minuten Online zur Verfügung.

Das Verfahren mit dem Fantasienamen "AskIgor" (www.askigor.org) vergleicht zwei Programmläufe miteinander - einen, bei dem das Programm korrekt arbeitet, und einen, bei dem das Programm fehlschlägt. Durch systematische Suche und immer neue Testläufe entdeckt das Verfahren schließlich den relevanten Unterschied im Programmablauf und damit die eigentliche Fehlerursache.

In der derzeitigen Startphase konzentriert sich Igor auf Linux-Programme. Im nächsten Jahr wird die Technik auf Windows- und Java-Programme erweitert. Das Team von Andreas Zeller arbeitet darüber hinaus an Methoden, die vollautomatisch Reparaturvorschläge erstellen soll.

Die ersten Forschungsergebnisse hatte Zeller schon vor einem Jahr veröffentlicht und seine Arbeiten zur automatischen Fehlersuche in Softwareprojekten wurden bereits mit dem Ernst-Denert-Preis für Software Engineering, dem ACM SIGSOFT Distinguished Paper Award und dem Eclipse Innovation Award von IBM ausgezeichnet.

Der "AskIgor"-Service ist kostenlos über die Webseite www.askigor.org für jedermann verfügbar.

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