Internetfirmen wollen mit eindeutiger Sender-Kennung die Reklameflut eindämmen
E-Mail-Versender müssen sich ausweisen

Unerwünschte Werbepost (Spam) verstopft zunehmend die elektronischen Briefkästen. Während in den USA bereits 80 Prozent aller verschickten E-Mails der Kategorie Spam angehören sollen, schätzen Experten den Anteil in Deutschland immerhin schon auf 50 Prozent.

DÜSSELDORF. Die Anti Spam Technical Alliance (Asta), ein Zusammenschluss von Netzprovidern wie AOL, Yahoo, Microsoft und Earthlink, will dem Problem nun mit einer eindeutigen Absenderkennung entgegen treten. Microsoft-Chef Bill Gates hat jetzt mit einer E-Mail an Kunden über Details der Anti- Spam-Pläne informiert.

Noch wird es Spam-Versendern viel zu leicht gemacht. Das größte Problem: Sie können E-Mail-Adressen kinderleicht fälschen. In das Absenderfeld lässt sich nahezu alles eintragen. Nur wenige Provider zwingen ihre Kunden, eine bestimmte Adresse zu benutzen. Die Asta-Mitglieder haben daher verschiedene Verfahren entwickelt, mit denen die Authentizität eines Absenders zuverlässig ermittelt werden kann. Die so genannte Sender-ID soll nicht nur dem Absender einer E-Mail eine erhöhte Auslieferungssicherheit garantieren, sondern auch den Providern effektivere Spam-Filter ermöglichen. Zuverlässige Sender kommen auf „Safe-Lists“. Deren Mails müssen vor der Auslieferung weniger Hürden überwinden.

Zumindest Microsoft und AOL wollen ihre bislang getrennt entwickelten Konzepte zur Authentifizierung eines Absenders nun zusammenführen, aus „Caller ID“ (Microsoft) und „Sender Policy Framework“ (AOL) wird ein einheitliches System. Yahoo setzt dagegen weiter auf sein „Domain Key“-Verfahren. Beide Systeme sollen jetzt ausgiebig getestet werden.

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