Internetsuche
Bing: Microsoft startet neue Suchmaschine

Am Mittwoch ist es so weit. Microsoft startet seine - seit Monaten angekündigte - neue Suchmaschine namens Bing. Es ist ein weiterer Versuch, verlorene Marktanteile bei der Internetsuche zurückzuerobern. Google heißt der größte Konkurrent. Eine Analyse, was an Bing anders ist als beim Konkurrenzen.

DÜSSELDORF. "Bing", so der Name des Angebots unter www.bing.com soll den Sinn von Suchanfragen besser verstehen und präzisere Ergebnisse liefern als die Konkurrenten, heißt es. Suchmaschinen werten heute in aller Regel nur die Übereinstimmung zwischen Suchwörtern und den Begriffen auf Internetseiten aus, verstehen aber nicht Bedeutung von Anfragen.

Bing sei eine "Entscheidungsmaschine", erklärte Microsoft. Der Suchdienst werde die Ergebnisse zu Suchanfragen thematisch gliedern. Bei einer Suchanfrage zu einer Stadt könnten die Ergebnisse so beispielsweise getrennt nach touristischen Informationen, Behördenkontakten oder Wirtschaftsdaten aufgelistet werden.

Daneben habe Bing auch eine Funktion, mit der den Nutzern die interessantesten Suchergebnisse als "beste Treffer" angezeigt werden.

Der Markt der Suchmaschinen ist derzeit stark in Bewegung. Branchenführer Google und Wettbewerber Yahoo kündigten kürzlich Neuerungen bei ihren Diensten an. Daneben startete die Suchmaschine Wolfram Alpha kürzlich den Testbetrieb. Im Gegensatz zu Google oder Yahoo gibt das neue System bei einer Suchanfrage keine Linkliste aus, sondern produziert direkt Antworten.

Rund zehn Jahre lang hat der Software-Riese bei der Internet-Suche trotz Milliardeninvestitionen nur Niederlagen gegen Google erlitten. Der neue Microsoft-Suchdienst war schon Ursprünglich sollte die Suchmaschine den Namen "Kumo" tragen.

In Deutschland wird "Bing" zunächst nur in einer Beta-Version verfügbar sein. Ein spezielles Feature des deutschen "Bing" werden integrierte Ergebnisse von Ciao.de sein; die Preisvergleichs- und Einkaufsseite hatte Microsoft 2008 übernommen. In den USA kooperiert Microsoft mit diversen Websites, deren Input den Nutzen der Suche verbessern könnte.

Das erst kürzlich durchgesickerte Kunstwort "Bing" ist Teil einer Markenstrategie, die mit mindestens 100 Millionen Dollar Werbebudget befeuert wird. Mit dem undeutlichen Label "Live Search" hat Microsoft keine nennenswerte Identifikation erreicht und ist trotz enormer technischer Investitionen weiter zurückgefallen.

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