Internetwerbung
Microsoft schließt zu Google auf

Microsoft will den Online-Werbedienstleister Aquantive für sechs Mrd. Dollar in bar übernehmen. Die Ankündigung kommt nur Wochen nachdem Google mit dem Kauf von Doubleclick für 3,1 Mrd. Dollar einen vergleichbaren Schritt unternommen hatte. Nun steht Yahoo im Brennpunkt der Übernahme-Spekulationen.

DÜSSELDORF. Im Bemühen, mit dem Erzrivalen Google im Internet-Werbemarkt Schritt zu halten, übernimmt Microsoft den Online-Werbedienstleister Aquantive für sechs Mrd. Dollar in bar. Das Angebot liegt rund 85 Prozent über dem Börsenkurs vom vergangenen Donnerstag. Die Ankündigung kommt nur Wochen nachdem Google mit dem Kauf von Doubleclick für 3,1 Mrd. Dollar einen vergleichbaren Schritt unternahm. Wettbewerber Yahoo hatte danach seinen langjährigen Partner Right Media vollständig übernommen.

„Wir wollen von dem 40 Milliarden-Dollar-Werbekuchen, der immer noch 20 Prozent pro Jahr wächst, ein ordentliches Stück abhaben“, erklärte Microsoft-Werbemanager Kevin Johnson in einer Telefonkonferenz. „Die Werbeindustrie bewegt sich immer schneller auf IP-basierte Netze zu, was den Bedarf an Software für diese Plattformen dramatisch erhöht“, begründete Microsoft-Chef Steve Ballmer die Akquisition. Sie ist eine Abkehr von der Microsoft-Strategie, Kerntechnologien selber entwickeln zu wollen.

Internet-Werbung erobert derzeit neue Bereiche jenseits des PCs wie etwa Mobiltelefone, Fernsehgeräte (IP-TV), Video-on-Demand oder Web-fähige Spielekonsolen. Dabei wird es immer wichtiger, den Zugriff auf die komplette Kette der Werbeauslieferung zu haben. Die Werbung wird in der Regel nicht mehr direkt auf Web-Seiten platziert, sondern auf den Servern der großen Werbe-Netzwerke wie Aquantive oder Doubleclick abgelegt, die die Anzeigen an die Webpartner „ausliefern“.

Gleichzeitig stellen sie Werkzeuge bereit, um die Effektivität der Werbung zu messen sowie Kampagnen von schlecht besuchten Seiten abzuziehen und auf bessere Werbeträger zu verteilen. Microsoft wird nach dem Zukauf erstmals auch auf Nicht-Microsoft-Seiten Werbung anbieten können, was für internationale Konzerne interessant ist.

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