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Intershop-Chef sieht finanzielle Risiken erheblich reduziert

Der Software-Hersteller Intershop sieht sich nach einer Kostensenkung und einem Vergleich mit Klägern in den USA wieder besser gerüstet für potenzielle Investoren.

dpa/th JENA. Der Software-Hersteller Intershop sieht sich nach einer Kostensenkung und einem Vergleich mit Klägern in den USA wieder besser gerüstet für potenzielle Investoren.

„Wir haben das Finanzrisiko erheblich reduziert“, sagte Vorstandschef Jürgen Schöttler am Donnerstag in einem dpa-Gespräch in Jena. Damit seien Hemmnisse für Investoren weggenommen worden. Das Ziel sei weiter, dass Intershop langfristig allein überlebensfähig sei. „Wenn Investoren anklopfen, führen wir Gespräche“, sagte er zugleich.

Der Vorstandschef peilt für 2005 nach einem Verlust von 8,8 Mill. Euro im vergangenen Jahr wieder schwarze Zahlen an. „Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen“, sagte Schöttler. „Wir müssen im Umsatz wieder wachsen.“ Mit speziellen Preismodellen will Intershop kleinere Firmen zunehmend als Kunden gewinnen. „Wir werden verstärkt auf den Mittelstand zugehen“, sagte Schöttler. Der Vertrieb soll ausgebaut werden. „Wir sehen die Chance, uns zu verstärken“, sagte er. „Da haben wir Nachholbedarf.“ Intershop hat derzeit 222 Angestellte nach 278 vor einem Jahr.

Die Kostensituation des angeschlagenen Unternehmens hat sich nach Angaben des Vorstandschefs entspannt. Nach 45 Mill. Euro im Jahr 2003 seien im vergangenen Jahr noch Kosten von 27 Mill. Euro angefallen, sagte Schöttler. Die Linie sei weiter fallend. „Mit einem Potenzial von fünf Mill. Euro Kosten pro Quartal sollten wir hinkommen.“ Einnahmen aus einer Wandelanleihe in Höhe von 11,3 Mill. Euro hätten die Finanzlage zudem verbessert. „Wir wollen das Geld nicht ausgeben, das ist ein Sicherheitspolster.“

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