Interview
„Die Netze werden massiv erweitert“

Das Handelsblatt sprach mit Steffen Probst, Manager Business Development bei Cisco Systems, über die Netzwerke der Zukunft. Die Fragen stellte Lars Reppesgaard.

Sind die Netzwerke der Telekommunikations- und Kabelfirmen in Deutschland auf videolastige Triple-Play-Angebote vorbereitet?

Es gibt zwar Leuchtturmprojekte wie das neue Glasfasernetz in Köln, aber insgesamt gibt es noch einiges zu tun. Viele Kernbereiche der Internet-Netztechnik und vor allem die Zugangspunkte zu den Kunden sind noch nicht darauf vorbereitet, dass nun massenhaft Videos und andere Multimediadaten übertragen werden. Viele Netzkomponenten unterstützen Videodienste zwar schon seit Jahren. Aber Millionen Videos zu übertragen, ist eine Herausforderung an die Netze. Deshalb wird die Kapazität massiv erweitert.

Wer rüstet denn auf?

Die Mobilfunk-, Festnetz- und Kabelnetzbetreiber investieren, denn sie bewegen sich in Richtung Triple Play. Kabelnetzbetreiber engagieren sich derzeit besonders stark, denn die Fernsehkabel wurden in Deutschland verhältnismäßig spät privatisiert.

Kommen die Investitionen zum richtigen Zeitpunkt?

Im Vergleich zu den Nachbarländern haben sich die Netzbetreiber lange mit Investitionen zurückgehalten. Das Zögern war aber nicht unbedingt ein Nachteil, denn die deutschen Anbieter können nun von den Erfahrungen anderer profitieren. In Frankreich vermarkten sehr aktive DSL-Anbieter schon seit zwei Jahren Triple-Play-Pakete, die inzwischen sehr rund sind und gut funktionieren. Wer sie sich genau anschaut, erspart deutschen Kunden Erfahrungen mit noch nicht ausgereiften Angeboten. In Deutschland kommt aus diesem Grund oft erst die zweite oder dritte Produktgeneration zum Einsatz.

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