iPad-Anrgiff
Hinweise auf Microsoft-Tablet verdichten sich

Bringt Microsoft tatsächlich ein eigenes Tablet auf den Markt? Eine geheimnisvolle Einladung des Software-Riesen heizt die Gerüchteküche an. Auch über Nokia gibt es Spekulationen.
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Berlin/Los AngelesVon Microsoft wird für Montag ein erster eigener Konkurrent für das erfolgreiche iPad von Apple erwartet. Nach mehreren US-Blogs berichtete am Wochenende auch das Wall Street Journal, der Windows-Riese wolle bei einem geheimnisvollen Event in Los Angeles ein Tablet unter eigenem Firmennamen ankündigen. Die Präsentation ist auf 15.30 Uhr Ortszeit angesetzt, in Europa wird es da bereits nach Mitternacht sein.

Der Microsoft-Partner Nokia sorgte mit der Ankündigung einer eigenen Neuigkeit am Montag für frische Spekulationen über ein Windows-Tablet unter seinem Namen. Nach Informationen des Blogs All Things D geht es bei Nokia aber um den US-Start des Handys mit einer Super-Kamera, deren Bildsensor rund 40 Megapixel aufnehmen kann. Das Modell mit der Bezeichnung 808 PureView war im Februar vorgestellt worden. In den Ankündigungen in einem Facebook-Profil von Nokia waren Hinweise auf die Zahl 808 versteckt: Auf einer Karte war Hawaii markiert (Vorwahl: 808) und ein Foto zeigte den Audio-Mischpult Roland 808.

Sollte Microsoft tatsächlich ein Tablet unter eigenem Namen vermarkten, wäre es ein Schritt mit dem Risiko, die Partner des Konzerns zu verärgern. Hersteller wie Dell, HP und Acer wollen voraussichtlich noch in diesem Jahr Tablets mit Microsofts neuen Betriebssystemen Windows 8 und Windows RT auf den Markt bringen. Mit Windows RT hat der Softwarekonzern erstmals ein Betriebssystem entwickelt, das auch auf den meist in Tablets eingesetzten Prozessoren des Chipdesigners ARM läuft.

Traditionell setzt Microsoft auf enge Partnerschaften mit Hardware-Herstellern und verdient sein Geld mit Software. Allerdings hatte Microsoft in den USA zuletzt auch mit der Ankündigung für Wirbel gesorgt, künftig selbst PCs von Hardware-Partnern zu verkaufen. Und bei Spielekonsolen tritt das Unternehmen schon länger mit seiner selbst entwickelten Xbox 360 gegen die Konkurrenz an. Der Musikplayer Zune, den Microsoft vor Jahren als Herausforderer von Apples iPods herausbrachte, konnte sich nicht im Markt behaupten.

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