iPad-Konkurrent
Amazons Tablet kommt wohl am Mittwoch

Die Hinweise verdichten sich, dass Amazon am kommenden Mittwoch einen eigenen Tablet-PC vorstellen wird. Dem Gerät werden gute Chancen gegen Apples iPad eingeräumt.
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New YorkDer weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon wird laut Medienberichten am Mittwoch einen Rivalen für Apples erfolgreiches iPad-Tablet vorstellen. Das Gerät mit einer Bildschirmdiagonalen von sieben Zoll (17,8 cm) werde „Kindle Fire“ heißen, berichtete das Blog „TechCrunch“ am Montag.

Amazon wird zugetraut, zum stärksten Konkurrenten für Apple und sein iPad zu werden: Der Konzern kann beim Tablet nahtlos sein breites Angebot an Musik, Büchern, Filmen und Apps integrieren, zumindest in den USA.

Zudem habe Amazon große Magazin-Verlage wie Condé Nast und Hearst als Partner gewonnen, berichtete das Blog „All Things Digital“. Außerdem kann der Online-Händler künftig Filme und TV-Sendungen der US-Senderkette Fox online zeigen.

Amazon hat bereits eine starke Stellung bei Lesegeräten für digitale Bücher. Die bisherigen Kindle-E-Reader hatten aber einen Schwarz-Weiß-Bildschirm. Amazon betont steht, dass es eine starke Nachfrage nach dem Kindle gebe, nannte aber nie Absatzzahlen. Der Konzern hält sich auch dazu bedeckt, was in der angekündigten Pressekonferenz am Mittwoch (16.00 Uhr MESZ) in New York vorgestellt werden soll.

Den Berichten zufolge ist das Amazon-Tablet mit dem PlayBook des Blackberry-Herstellers Research in Motion verwandt - weil es ebenfalls vom Auftragsfertiger Quanta mitentwickelt worden sei, berichtete das Blog „gdgt“. Das Playbook ist bisher weitgehend erfolglos geblieben, was allerdings vor allem an Software-Problemen bei RIM liegen könnte.

„TechCrunch“ hatte bereits Anfang September geschrieben, das Amazon-Tablet werde im November auf den Markt kommen – zu einem Kampfpreis von 250 Dollar, also nur etwa halb so teuer wie Apples günstigstes iPad-Modell. Das Gerät laufe zwar auf Basis des Google-Betriebssystems Android - allerdings handele es sich um eine vom aktuellen Entwicklungsprozess „abgenabelte“ Version, an der Amazon auf eigene Faust weitergearbeitet habe.

Google-Dienste seien bei einem Testgerät nirgendwo zu sehen gewesen, Apps könne man sich zum Beispiel nur von Amazons eigener Software-Plattform laden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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