IT + Internet
IT-Anbieter rechnen mit Umsatzplus

In bester Laune präsentieren sich die Anbieter von Informationstechnik und Telekommunikation in diesem Jahr auf der Systems. Zwei von drei Unternehmen rechnen auch weiterhin mit steigenden Umsätzen. Besonders gut läuft das Geschäft mit Software und IT-Dienstleistungen.

DÜSSELDORF. "Die Wirtschaft investiert kräftig", sagt Bitkom-Präsident Willi Berchtold. Mehr als 146 Mrd. Euro sollen 2006 in Deutschland umgesetzt werden. Besonders gut läuft das Geschäft mit Software und IT-Dienstleistungen - die Nachfrage nach Services wie Wartung, Beratung oder Outsourcing ist groß. Das Thema IT wird aber nicht mehr nur unter der Einspargesichtspunkten diskutiert. Nachdem viele Unternehmen jahrelang auf Neuinvestitionen verzichtet haben, steht nun die Modernisierung der Computerlandschaft an.

Auf großes Interesse stößt mittlerweile die Idee, Rechenleistung oder Software nicht mehr in großen, teuren Paketen, sondern bei Bedarf als On-Demand-Service abrufen zu können. Auch Flexibilität beim raschen Umbau von Systemen, die Service-orientierte Architekturen (SOA) versprechen, interessiert viele Entscheider zunehmend. Denn erste Projekte haben gezeigt, dass die Technologie praxistauglich ist.

Doch um diese Innovationen tatsächlich nutzen zu können, müssen viele IT-Systeme umgerüstet werden. Das bringt Entscheider in eine Zwickmühle, denn oft muss vor der Modernisierung die alte Systemlandschaft konzeptionell und technisch aufgeräumt werden. "Es gab in den letzten drei Jahren einen Investitionsstau, eine Erneuerung steht an", sagt Dietrich Schmitt, Deutschland-Geschäftsführer des IT-Dienstleisters Unisys. "Die darf aber nicht viel kosten, denn die IT-Budgets werden in Deutschland in den nächsten Jahren nicht signifikant steigen." Über allen Verhandlungen schwebt also mehr denn je das Diktat der Kosten, alle Dienstleister müssen mit extrem spitzen Bleistift rechnen. "Die Nachfrage stimmt, aber der Preiswettbewerb hat sich in einigen Marktsegmenten deutlich verschärft", sagt Bitkom-Präsident Berchtold.

Eine Folge des enormen finanziellen Drucks ist auch, dass das Thema Outsourcing weiter eine wichtige Stellung einnimmt - auch auf der Systems. Fast zwei Drittel der IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen bieten ihren Kunden Nearshore- beziehungsweise Offshore-Kapazitäten an, stellen die Marktbeobachter von Lünendonk in einer aktuellen Studie fest.

Auch wenn die Systems vor allem mittelständische Besucher anzieht, dominieren nach wie vor die Branchenriesen große Teile der Agenda. Allerdings haben sie dazu gelernt, Firmen wie SAP oder IBM präsentieren sich mit einer Vielzahl von kleineren Partnern an ihren Ständen - Dienstleistern oder Softwareanbietern, die näher an der Zielgruppe agieren als die globalen Konzerne. "Unsere Partner sind der Motor für eine erfolgreiche Kundenbeziehung mit mittelständischen Unternehmen", sagt Andreas Naunin, Leiter des Unternehmensbereichs Mittelstand bei SAP Deutschland. Am Messestand werden vor allem neue Funktionen für die Walldorfer Mittelstandssoftware SAP Business One sowie kostengünstige Paketlösungen gezeigt. Neu in SAP Business One integrierte Funktionen für E-Commerce und Customer Relationship Management werden erstmals auf der Systems präsentiert.

Seite 1:

IT-Anbieter rechnen mit Umsatzplus

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%