IT-Branche
Cebit soll Trendwende einleiten

Nach Jahren der Flaute will die IT-Branche wieder wachsen. Wichtiger Indikator dafür ist die weltgrößte Computermesse Cebit in Hannover, die vom 18. bis zum 24. März ihre Pforten öffnet.

HB HANNOVER. Bis 2001 war die Welt der Bits und Bytes noch in Ordnung. Die Branche rund um Computer und Telekommunikation kannte nur eine Richtung: Dank Handy- und Internet-Boom ging es stramm nach oben. Dann aber lernten auch die IT-Unternehmen das Leiden. Hochgetriebene Aktien von dot-com-Firmen fielen ins Bodenlose, Unternehmen verabschiedeten sich in die Pleite, zuvor noch zu Höchstpreisen eingekaufte Spezialisten trafen sich auf den Fluren der Arbeitsämter. Jetzt endlich schöpft die Industrie neue Hoffnung und konzentriert sich auf die Computermesse CeBIT, die die Trendwende endgültig festschreiben soll.

Willi Berchtold, Präsident des Branchenverbandes Bitkom, sagt: "Wir erwarten nach den schwierigen Jahren, dass die CeBIT in Hannover das Signal zum Aufbruch gibt." Die Erwartungen der Unternehmen an 2004 sind hoch. 70 % der deutschen Firmen sehen erste Anzeichen eines Aufschwungs, jedes zehnte Unternehmen erwartet sogar ein zweistelliges Plus. Aber nicht nur die Stimmung ist quer durch die Branche gut. "Das schlägt sich auch in Zahlen nieder. Die Auftragseingänge nehmen substanziell zu", meint Berchtold. Für dieses Jahr werde deshalb endlich wieder mit einem Umsatzplus von 2 % auf 134 Mrd. ? in Deutschland gerechnet.

Auch wenn der Bitkom der Auffassung ist, dass die Branche "gestärkt und gut aufgestellt aus dem tiefen Tal der Tränen" kommt - vor allem die Entwicklung der Märkte in Europa und der restlichen Welt wird die deutschen Unternehmen am Schopfe aus der Krise ziehen. Nach wie vor sei die Binnennachfrage schlecht, räumt der Bitkom ein. Auch das Frankfurter European Information Technology Observatory (Eito) erwartet weltweit ein Wachstum von 5 %, in Europa 3 %. Deutschland ist zwar nach Einschätzung des Eito nach wie vor der weltweit drittwichtigste IT-Markt nach den USA (32 %) und Japan (12 %), verliert aber auf Grund seiner Entwicklung an Bedeutung.

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