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IT-Branche fordert Innovationsminister

Die IT-Branche will nach einer möglichen Bundestagswahl im September einen Innovationsminister. „Wir brauchen eine Ressort übergreifende Innovationspolitik und jemanden, der sie verantwortet - direkt im Kanzleramt“, sagte der Präsident des Branchenverbands Bitkom, Willi Berchtold, in Berlin.

dpa BERLIN. Wenn es gelänge die Potenziale der Branche besser zu nutzen, könnten in den kommenden zehn Jahren bis zu 370 000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Derzeit arbeiten in der Branche 750 000 Menschen, die einen Umsatz von 135 Mrd. Euro erwirtschaften.

120 000 zusätzliche Arbeitsplätze könnten direkt in der Informations- und Telekommunikationsbranche entstehen, weitere 250 000 in den angrenzenden Wirtschaftszweigen, sagte Berchtold. Ziel müsse sein, den Anteil der Branche am Bruttoinlandsprodukt von derzeit sechs auf mehr als acht Prozent zu steigern. Um insbesondere junge mittelständische High Tech-Unternehmen zu fördern, müsste zudem ein Technologiefonds eingerichtet werden. Dieser sollte langfristige Beteiligungen anstreben und zunächst mit einer Milliarde Euro ausgestattet sein.

Der Branchenverband fordert ferner, dass die Digitalisierung in Verwaltung, Gesundheits- und Bildungssystem sowie bei Sicherheitsbehörden und im Verteidigungswesen bis 2010 abgeschlossen wird. Bürokratische Hemmnisse sollten schneller abgebaut und die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung jährlich um fünf Prozent aufgestockt werden. Dazu müsste auch ein Controlling der Mittelverwendung eingeführt werden. Technisch begabte Kinder sollten künftig ähnlich gefördert werden wie musisch oder sportlich Talentierte.

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