IT-Branche
Grüne IT im Rechenzentrum

Rund ein Viertel der Kohlendioxid-Emissionen in der Informations- und Telekommunikationsbranche entfällt auf Rechenzentren. Doch längst hat die Branche die Wichtigkeit des Themas Energieeffizienz erkannt: Wie sich mit Grüner IT im Rechenzentrum Kosten sparen lassen.

MÜNCHEN. Die Zahlen sind eindeutig: Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner hat analysiert, dass Rechenzentren für ungefähr ein Viertel der CO2-Emissionen der gesamten Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK) verantwortlich sind. Wichtigster Faktor ist dabei neben dem hohen Energiebedarf der Geräte vor allem die zur Kühlung der Anlagen eingesetzte Technik. Insgesamt verschlingt ein Durchschnittsserver derzeit etwa 400 Watt - viermal soviel wie noch vor zehn Jahren.

Angesichts solcher Zahlen sind die Bemühungen der Branche um "Grüne IT" keine Ökospielereien. Beispiel IBM: Der IT-Gigant hat in den letzten zehn Jahren seine ehemals 155 Rechenzentren auf sieben reduziert. Und diese Entwicklung wird weiter vorangetrieben. Aktuelles Beispiel ist die geplante Konsolidierung von 3900 Servern auf etwa 30 IBM System z-Großrechner mit Linux.

Diese Initiative ist Teil des Projekts "Big Green", einer Kampagne, die das Unternehmen im Mai 2007 ins Leben gerufen hat, um den Energieverbrauch in Rechenzentren zu reduzieren. Ziel ist es, die Energiekosten für das Unternehmen spürbar - bis zu 80 Prozent - zu senken. Interne Berechnungen zeigen, dass durch die Konsolidierung, also die optimale Ausnutzung der Kapazitäten der Server allein bei IBM die durchschnittliche Strommenge einer Kleinstadt eingespart werden kann.

Auch für HP ist Grüne IT ein wichtiger Faktor zur Kostenreduzierung. Eine der jüngsten Entwicklungen aus den HP Labs ist HP Dynamic Smart Cooling (DSC), eine Energie-Management-Lösung, die für deutliche Energie-Einsparungen bei der Kühlung von Server-Räumen und Rechenzentren sorgt. Sie basiert auf einer Software in einem intelligenten Kontrollknoten, der die Leistung der Klimaanlage kontinuierlich an den tatsächlichen Bedarf anpasst. Damit lässt sich der Energiebedarf für die Kühlung der Server-Räume um bis zu 40 Prozent reduzieren.

Ein Rechenzentrum, das 10 MW Wärme produziert, kann damit rund eine Million US-Dollar pro Jahr sparen. HP Deutschland zeigt: Unter anderem dank der Maßnahmen, die HP Mitarbeiter in einem internen Ideenwettbewerb zum Thema Energiesparen selbst beigesteuert haben, ließ sich der Energieverbrauch an den deutschen HP Standorten im Jahr 2006 um 1,3 Millionen Kilowattstunden verringern.

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