IT-Entwicklung
Was nach dem iPhone kommt

Vor zehn Jahren wären wir überwältigt gewesen von einem Handy, das leistungsfähiger ist als damals ein durchschnittlicher PC. Aber in noch einmal zehn Jahren dürften das iPhone und andere jetzt aktuelle Smartphones hoffnungslos überholt sein. Stattdessen werden „digitale Assistenten“ sich unsere jeweiligen Bedürfnisse anhören und dabei helfen, diese zu erfüllen. Ein Ausblick.
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SEATTLE. In dem jetzt anbrechenden neuen Jahrzehnt wird die Technik schnellere und zunehmend intelligentere Geräte hervorbringen. Sie werden zunehmend mit Sensoren und Speicherbausteinen ausgestattet sein, die unsere Aktivitäten aufzeichnen und digitale Dossiers erstellen - um unser Gedächtnis zu verankern, die Informationsflut zu kanalisieren und uns bei Entscheidungen zu helfen.

Eine solche Vorstellung klingt heute futuristisch, möglicherweise übertrieben und macht manchen vielleicht auch Angst. Da mag der Gedanke tröstlich sein, dass Vorhersagen zur Entwicklung der Technik immer etwas abgehoben sind. Kurzfristige Prognosen neigen dazu, einen zu großen Wandel anzunehmen. Langfristige Prognosen wiederum unterschätzen die Möglichkeit von plötzlichen größeren Verschiebungen.

Aber die Vision von immer mehr mehr und immer enger vernetzten Geräten, die im Jahr 2010 massive Mengen von Daten erzeugen und filtern, ist eine logische Fortschreibung der IT-Entwicklung seit dem Jahr 2000. Und Moores Gesetz, wonach sich die Prozessorleistung alle zwei Jahre verdoppelt, ist bislang immer noch gültig.

Zur Jahrtausendwende hatte ein iMac einen Arbeitsspeicher von 64 Megabyte - heute ist der Arbeitsspeicher 60 Mal so groß. Die Festplatte des iMacs von 1999 konnte 10 Gigabyte aufnehmen - heute fängt das bei 500 GB an.

Wer erinnert sich noch an die Befehle, um ein Modem so einzurichten, dass es die Verbindung zum Internet-Provider herstellen konnte? Inzwischen ist die 1999 eingeführte DSL-Breitbandtechnik zum Standard geworden.

Im Web kann jeder in wenigen Sekunden ein Blog aufsetzen oder eine Profilseite in einem sozialen Netzwerk - vor zehn Jahren herrschte noch das umständliche Basteln an der ganz privaten Homepage vor. Bei Facebook oder Twitter fließen die Beiträge der Millionen Netzbürger in einen kollektiven Bewusstseinsstrom ein. Dabei kommen auch die Grenzen zwischen privat und öffentlich in Fluss.

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