IT-Infrastruktur
Wenn Server nur noch virtuell existieren

Immer mehr Mittelständler setzen auf Virtualisierung, um ihre IT auf den aktuellen Stand zu bringen. Dank leistungsfähiger Prozessoren ist es nicht mehr nötig, weitere Geräte aufzustellen. Mit der geeigneten Software kann ein Server die Arbeit von mehreren erledigen.

KÖLN. Vor zwei Jahren stießen die Walter Rau Lebensmittelwerke aus Hilter bei Osnabrück an die Grenzen ihrer Serverkapazitäten. "Die Hardware war zu alt und ständig ausgelastet", berichtet IT-Chef Carsten Siegel. Doch das Aufrüsten war nicht einfach: Die Server waren zusammen geschaltet, und es liefen vier verschiedene Datenbanklösungen darauf - zwei eigene und zwei von Fremdherstellern. Beim Neu-Aufbau der IT-Infrastruktur sollte deshalb jede Datenbank einen eigenen Server bekommen und die komplette IT neu sortiert werden. Doch dafür hätte das Unternehmen über 20 neue Server anschaffen müssen - viel Geld für den mittelständischen Betrieb. Stattdessen entschied sich der Margarine-Hersteller für die kostengünstige Lösung der Virtualisierung. Heute betreibt das Unternehmen nur sechs Server, nutzt aber die Kapazität von 30.

Immer mehr Mittelständler setzen auf Virtualisierung, um ihre IT auf den aktuellen Stand zu bringen. Dank leistungsfähiger Prozessoren ist es nicht mehr nötig, weitere Geräte aufzustellen. Mit der geeigneten Software kann ein Server die Arbeit von mehreren erledigen. Dabei simuliert ein Programm einen Rechner mit eigener Festplatte, Arbeitsspeicher und Netzwerkanschluss. Die Ressourcen des Servers werden dabei flexibel auf diese virtuellen Rechner aufgeteilt.

Die Technik ist nicht neu. So nutzen Systemadministratoren virtuelle Rechner schon lange, um Software auf ihre Verträglichkeit zu prüfen. Auf einem abgeschotteten System können sie ohne Risiko verschiedene Systemkonfigurationen und Installationen testen. Geht etwas schief, ist der virtuelle Rechner auf Knopfdruck wieder hergestellt.

Die Marktforscher von IDC bescheinigen der Technik in einer aktuellen Studie einen Zuwachs von 40 Prozent pro Jahr. Schon im Jahr 2010 sollen nach der Prognose 1,7 Mill. Server mit Virtualisierungstechnik ausgeliefert werden, die dann die Arbeit von 7,9 Mill. herkömmlichen Rechnern erledigen sollen.

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