ITK-Branche insgesamt optimistisch
Preiskampf verschlechtert Umsatzsituation der Mobilfunker

Die Elektronik-Branche geht mit großen Erwartungen in die Internationale Funkausstellung. Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom hat sich die Umsatzsituation von Telekommunikationsdienstleistern jedoch verschlechtert.

HB BERLIN. Der extreme Preiskampf im Mobilfunk wie auch im Festnetz könnte die Wachstumsprognose für die Informations- und Telekommunikationsbranche (ITK) für das Gesamtjahr gefährden. Der Preisdruck bleibe nicht ohne Bedeutung für den Gesamtmarkt, sagte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), am Donnerstag im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Deshalb werde die Prognose für das Gesamtjahr derzeit neu berechnet. "Wir rechnen damit, dass wir die drei Prozent halten werden", sagte Rohleder. Bislang gehe Bitkom von einem Plus von 3,4 % auf 135,2 Mrd. ? aus.

Die überwiegende Zahl der Firmen der deutschen ITK-Firmen rechnet dennoch im laufenden Jahr weiterhin mit steigenden Umsätzen. "Nach guten Geschäften im ersten Halbjahr blickt die ITK-Branche insgesamt optimistisch in die Zukunft", sagte Rohleder. Für das Gesamtjahr erwarteten 67 % der befragten Unternehmen steigende Umsätze im Vergleich zum Vorjahr, teilte Bitkom auf Basis der vierteljährlichen Umfrage unter seinen Mitgliedsunternehmen mit. 22 % erwarteten stabile Umsätze und elf Prozent sinkende Erlöse. Bei der Umfrage im zweiten Quartal hatten noch 69 % der befragten Unternehmen steigende Umsätze erwartet.

Jedes zweite Unternehmen der ITK-Branche erwarte, dass die vorgezogene Bundestagswahl seine Geschäfte positiv beeinflussen wird. 49 % der Unternehmen sähen keine Folgen und nur ein Prozent rechne mit negativen Auswirkungen. "Die anstehende Bundestagswahl hat sich günstig auf die Geschäftserwartungen der IT- und Telekommunikationsfirmen ausgewirkt."

Der Bitkom-Branchenindex sprang zuletzt auf 56 Punkte von 39,4 Punkten drei Monate zuvor. Markttreiber blieben Software-Hersteller und IT-Dienstleister, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Fast drei Viertel der Software-Anbieter erwarten steigende Umsätze. Bei Herstellern von Unterhaltungselektronik rechnen 70 % der Unternehmen mit höheren Erlösen dank Produkten wie Flachbild- Fernseher oder MP3-Player. Der Gesamtmarkt der Unterhaltungselektronik werde 2005 um acht Prozent auf 11,6 Mrd. ? wachsen. Davon machen digitale Geräte 8,3 Mrd. ? aus - 23 % mehr als im Vorjahr. Der Umsatz mit analogen Geräten geht um 17 % auf 3,3 Mrd. ? zurück.

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