Japan-Hilfe im Web: Tu Gutes und twittere darüber

Japan-Hilfe im Web
Tu Gutes und twittere darüber

Im Netz lassen sich gut Spenden sammeln, auch ein bisschen positive PR fällt dabei ab. Das mag kalkuliert wirken, schädlich wird es aber erst bei Betrugsversuchen.
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HamburgHilfsorganisationen nutzen gern das Internet, um Spenden zu sammeln, schließlich müssen potenzielle Spender bis zur Online-Überweisung nur wenige Klicks machen. So bedienen sich zahlreiche klassische Hilfsorganisationen jetzt sozialer Netzwerke oder der Internetmedien, um Geld für Japan zusammen zu bekommen. Das Rote Kreuz etwa startete einen Spendenaufruf bei Facebook.

Aber auch Firmen, die ihr Herz für Japan entdeckt haben, machen sich im Netz bemerkbar: Der Gutschein- und Rabatt-Vermittler Groupon etwa verdoppelt derzeit jede Zwei-Euro-Spende, die im Unternehmen eingeht. Das Geld soll zu 100 Prozent an das Rote Kreuz in Japan fließen.

Auch der Spielehersteller Zynga betätigt sich als Spendensammler: Wer auf Facebook das Online-Game Farmville spielt und virtuelle Güter wie Kobe-Rinder oder Daikon-Rettiche kauft, spendet den damit erzielten Umsatz an den Japan-Notfallfonds von Save the Children. Zwei Millionen Dollar (1,4 Millionen Euro) sollen so zusammenkommen.

Apple hat im amerikanischen iTunes-Store eine Spendenseite eingerichtet, auf der Kunden bis zu 200 Dollar direkt spenden können – ans Rote Kreuz und die Japanhilfe. Microsoft versprach selbst einen Spendenbetrag von 100.000 Dollar, machte aber zur Bedingung, dass eine Meldung des Twitter-Accounts der Microsoft-Suchmaschine Bing retweetet wurde: Für jeden Retweet wollte Microsoft einen Dollar geben – und zugleich Bing zu einem Trendthema auf Twitter machen.

Diesen Verdacht hatten zumindest kritische User, die sich für den Retweet-Zwang mit dem Hashtag #fuckbing revanchierten. Microsoft sah sich zur Korrektur gezwungen: „Wir entschuldigen uns, dass der Tweet negativ wahrgenommen wurde“, hieß es aus der Konzernzentrale. „Absicht war, einen einfachen Weg für die Menschen zu bieten, Japan zu helfen.“ Microsoft spendete die 100.000 Dollar anschließend ohne Bedingungen.

Lady Gaga verkauft in ihrem Internetshop ein Armband mit der Aufschrift „We pray for Japan“. Fünf Dollar kostet der Reif, das Geld ist als Spende gedacht. Tu Gutes und rede darüber – das Motto ist so bekannt wie akzeptabel, schließlich kommt so Geld zusammen. Lady Gaga hatte schon nach dem Erdbeben in Haiti im vergangenen Jahr rund 350.000 Euro gesammelt und einen Tagesumsatz aus allen international verkauften Tickets und Merchandising-Erlösen gespendet.

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  • Auch eine nette Aktion: http://www.buxmann.de/buxmann-werbeartikel-japanhilfe.php. Je Shirt 2,00 Euro an Caritasverband e.V. auf ein eigens eingerichtetes Spendenkonto.

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