Jede Verzögerung macht das Programm noch teurer
Galileo braucht eine Finanzspritze

Das Satellitennavigationsprogramm Galileo wird möglichweise teurer als erwartet und könnte sich verzögern.

HB MÜNCHEN. Er halte das Projekt für bedroht, falls es sich weiter verzögert und die Mitgliedsländer der Raumfahrtagentur nicht mindestens 300 Millionen Euro nachschießen, sagte der Chef von Galileo Industries Günter Stamerjohanns dem Handelsblatt (Dienstagausgabe).

"Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, wo eine Einigung bei den Kostenschätzungen erreicht werden muss." Die Vorstellungen über die Kosten des Konkurrenz-Projektes zum amerikanischen GPS gehen weit auseinander. Die Industrie hat der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) für die erste Testphase mit vier Satelliten ein Angebot über 1,2 Milliarden Euro unterbreitet. Der Auftraggeber ESA will aber höchstens 880 Millionen Euro zahlen. Bei den Verhandlungen, die in dieser Woche in die heiße Phase gehen, drängt die Zeit. Denn jede Verzögerung kostet noch mehr Geld. Zudem drohen die Europäer, den technischen Vorsprung vor den Amerikanern von drei bis vier Jahren zu verlieren.

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