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Jugendgerichtshilfe sagt im „Sasser“-Prozess aus

Am dritten Verhandlungstag im Prozess gegen den mutmaßlichen Erfinder der Internetwürmer „Sasser“ und „Netsky“ wollen Vertreter der Jugendgerichtshilfe dem Gericht Strafvorschläge unterbreiten.

dpa VERDEN. Zudem sollen sie vor dem Landgericht Verden Aussagen zur Persönlichkeit des 19 Jahre alten Angeklagten aus dem niedersächsischen Waffensen im Landkreis Rotenburg/Wümme machen.

Zu Beginn hatte ein Diplom-Informatiker am Donnerstag weitere technische Details erläutert, wie die Würmer weltweit Computer lahm legen konnten, sagte Gerichtssprecherin Katharina Krützfeldt. Die Internetwürmer „Sasser“ und „Netsky“ hatten sich im Frühjahr 2004 über das Internet verbreitet, tausende Computer lahm gelegt und damit nach Schätzungen Millionenschäden verursacht. Der Angeklagte hat die Tat gestanden.

Am Nachmittag will sich die Kammer nach Angaben von Krützfeldt vor den Plädoyers zu ausführlichen Beratungen zurückziehen. Der 19-Jährige sitzt laut Anklage wegen Datenveränderung in acht Fällen, Computersabotage und Störung öffentlicher Betriebe auf der Anklagebank. Das Urteil soll am Freitag gefällt werden. Dem jungen Mann droht eine Höchststrafe von fünf Jahren. Experten gehen jedoch davon aus, dass er zu Sozialdiensten sowie Jugendarrest verurteilt wird.

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