Kampf um die Wohnzimmer
Philips bietet Computerindustrie die Stirn

Im Wettstreit ums digitale Wohnzimmer will der Elektronikriese Philips der Computerindustrie die Stirn bieten. Als klassischer Anbieter von Unterhaltungselektronik sehen sich die Niederländer zudem im Vorteil.

HB HANNOVER. "Wir sehen dies als eine willkommene Herausforderung", sagte Consumer-Electronic-Chef Gottfried Dutiné am Mittwoch auf der CeBIT in Hannover. Philips besitze deutlich umfassendere Kompetenzen zum Beispiel in der Bildschirm-Technologie oder der Vernetzung. "Wir wissen, wie die Menschen mit der Technologie umgehen und was sie von Technologie erwarten", sagte Dutiné. Mit diesem Wissen unterscheide sich Philips von anderen, in den Konsumenten-Markt derzeit eindringenden Technologie-Unternehmen.

Statt mit der Frage, ob der PC oder der Fernseher im Mittelpunkt der Wohnzimmer stehen wird, habe sich Philips auf die Entwicklung offener Standards konzentriert. Inzwischen habe der niederländische Elektronikkonzern die Marke von 100 000 eigenen Patenten übertroffen. Mit der neuen, gemeinsam mit Sony entwickelten Übertragungstechnik NFC (Near Field Communications) sollen über kurze Distanzen Daten wie elektronische Tickets oder mobile Zahlungsanweisungen etwa an ein Terminal übertragen werden können.

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