Kampfansage an Nintendo
Microsoft mit Kampfpreis für Xbox

Im Kampf gegen den wiedererstarkten Marktführer Nintendo setzt die Konkurrenz weiter auf Preissenkungen bei der Hardware. Jüngstes Beispiel: Micorsoft. Das Unternehmen senkt den Preis für seine Xbox 360 in den USA unter den des Konkurrenten Wii.

DÜSSELDORF. Den neusten Streich im Kampf um die erfolgreichste Spielekonsole führt der Gigant Microsoft: Erstmals wird die Einstiegsvariante der Konsole Xbox 360, die Version Arcade, in den USA für weniger als 200 Dollar angeboten. Damit unterbietet der Software-Riese Nintendos Wii, die im Segment mit günstigsten Einstiegspreisen und individuellem Spielkonzept überraschend alle Konkurrenten ausstach.

Don Mattrick, Senior Vice President des Microsofs-Geschäftsbereiches „Interactive Entertainment“, begründete die Preissenkungen mit der zunehmenden Preissensibilität der Konsumenten. Erst am Montag hatte das Unternehmen vor dem Hintergrund des heftigen Wettbewerbs auf dem Spielemarkt angekündigt, die Xbox-360 in Japan künftig knapp 30 Prozent billiger anzubieten als bisher.

Auch die besser ausgestatteten Ausführungen, die Standardversion Xbox 360 sowie die Version „Elite“, werden mit 299 beziehungsweise 399 Dollar deutlich günstiger verkauft als bisher. Damit setzt Microsoft weiter auf die Strategie, die Konsole unter Verlusten am Markt zu etablieren, während die Gewinne durch Spiele erzielt werden. Der Zeitpunkt für diese Maßnahme könnte daher gut gewählt sein, da sich für Oktober mit dem Rollenspiel Fable 2 die Fortsetzung eines Verkaufsschlagers ankündigt. Auch das in der Szene Kultstatus genießende Rollenspiel Fallout wird seine Wiederauferstehung auf der Xbox feiern.

Ob dies allein jedoch ausreicht, um Nintendo die Stirn zu bieten, bleibt fraglich. Zwar gilt der günstige Einstieg als einer der Erfolgsgründe der Wii, viel bedeutender dürfte jedoch der Schachzug der Japaner gewesen sein, mit einem revolutionären Spielkonzept und familienfreundlichen Titeln eine neue Spielergruppe erschlossen zu haben. Neben Microsoft biss sich auch Sony bislang mit der Playstation 3 an der Wii die Zähne aus. Im August konnte die Xbox allerdings einen Teilerfolg feiern, da in Japan erstmals mehr Microsoft-Konsolen als Sony-Geräte verkauft wurden. Der Grund hierfür liegt offenbar in der Popularität des exklusiven Xbox-Titels Tales of Vesperia.

In Deutschland kostet die Xbox Arcade mit 199 Euro bereits weniger als der Rivale von Nintendo. Ob sich die Preissenkungen am japanischen und US-Markt auch in Europa niederschlagen, bleibt abzuwarten. In der Vergangenheit zeigten sich Verbraucher bisweilen irritiert, dass es im Vergleich zu den USA deutliche Differenzen im Preis-Leistungsverhältnis gab. Während Nintendo dabei die Konsolen mit Gewinn verkaufen kann, zahlen Sony und Microsoft bei jeder verkauften Konsole drauf.

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