Keine Konsolidierung unter Marktführern in Sicht
Sony-Ericsson-Chef erwartet abflauendes Wachstum bei Handys

Das Fernsehen auf dem Handy werde länger als gedacht brauchen, um sich durchzusetzen, warnt Miles Flint vor übertriebener Euphorie. Zugleich rechnet er nicht mit einer Konsolidierung unter den führenden Handyherstellern.

dih LONDON. Miles Flint, Chef des Handy-Herstellers Sony Ericsson, ist mit dem Start in das Jahr 2006 zufrieden. Das Geschäft habe sich in den ersten zwei Monaten erwartungsgemäß entwickelt, sagte er dem Handelsblatt. Er rechnet jedoch nicht damit, dass der Handy-Markt die 2005 erreichte Wachstumsrate von 20 Prozent im laufenden Jahr halten kann. Eine Konsolidierung unter den fünf oder sechs führenden Mobiltelefon-Herstellern erwartet er indes nicht.

Sony Ericsson Mobile Communications, 2001 als Gemeinschaftsunternehmen des japanischen Elektronikkonzerns Sony und des schwedischen Mobilfunkunternehmens Ericsson gegründet, habe sich besser geschlagen als von vielen erwartet, sagte Flint. "Wir sind profitabel geworden und haben unsere Produktpalette von drei auf 40 Geräte ausgeweitet", sagte er. Ein höherer Marktanteil als die gegenwärtig sieben Prozent sei "kein Ziel an sich".

Das Fernsehen auf dem Handy werde länger als gedacht brauchen, um sich durchzusetzen, warnte Flint vor übertriebener Euphorie. "Vor allem, weil es noch keinen einheitlichen Standard gibt. So lange das nicht geklärt ist, werden die Kunden zögern", sagte er. Rundfunkgebühren auf Mobiltelefone könnten die Entwicklung zusätzlich bremsen.

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