Keine kurzfristigen Erfolge
Mit neuen Triebwerken weniger Lärm

Der Fluglärm könnte durch technische Verbesserungen an den Flugzeugen bis zum Jahr 2020 halbiert werden. Das ist das Fazit einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Mitte der Woche in Köln vorgestellt wurde.

hsn DÜSSELDORF. So könne garantiert werden, dass die Lärmbelastung für die Bevölkerung auch bei einem wachsenden Flugaufkommen nicht größer werde, sagte Ullrich Isermann vom DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik in Göttingen, der die Studie geleitet hat.

Der große Sprung bei der Reduzierung des Fluglärms lasse sich jedoch nicht kurzfristig erreichen, dämpft der Isermann zu hohe Erwartungen. "Um bis zu 10 Dezibel weniger Lärm zu erzielen - was einer etwa einer Reduzierung um die Hälfte entsprechen würde - müssen komplett neue Triebwerke entwickelt werden. " Dies sei aufwendig und greife wegen der langen Entwicklungszeiten im Flugzeugbau erst langfristig. "Der Airbus 380 und die neuen Boeings gehen aber schon in diese Richtung", sagt der Experte. Erfolgversprechend seien vor allem Verfahren zur Erzeugung eines Gegenschalls. Dabei favorisiert Isermann das Einblasen von Luft in die Triebwerke, um so die wesentlichen Geräuschquellen auszuschalten.

Die DLR-Entwickler haben darüber hinaus untersucht, mit welchen Methoden, schon kurzfristig kleinere Erfolge erzielt werden könnten. Dabei empfehlen sie die Optimierung der Düsen im Triebwerk, um den Strahllärm weiter zu reduzieren. "Das ist zwar nicht neu", sagt Isermann, doch Versuche mit Lufthansa hätten gezeigt, dass hier noch Potenzial für einen schnelleren Erfolg bestehe. Darüber hinaus könnten die Piloten die Lärmbelastung dadurch minimieren, dass sie Flughäfen so anfliegen, dass sie dicht besiedelte Gebiete nur streifen.

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