Keine spektakuläre Neuerung
Ifa im Zeichen der Digitalisierung

Die Internationale Funkausstellung (Ifa) in Berlin steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Digitalisierung. Die Schwerpunkte sind allerdings nicht neu, die erste jährliche Ifa muss ohne spektakuläre Neuerungen auskommen.

HB BERLIN. Zu den Anziehungspunkten auf der Messe zählen immer flachere Bildschirme, neuartige Speichermedien für hochauflösende Filme ebenso wie Digitalkameras, HD-Camcorder und Handys mit vielfältigen Funktionen. Außerdem werden neue Entwicklungen wie Internet-TV vorgestellt.

Die Schwerpunkte der Funkausstellung vor einem Jahr sind auch die Themen der diesjährigen. Ein spektakuläres neues Schlagwort für die erste jährliche Ifa fehlt. Das mag daran liegen, dass die Wegmarken für den digitalen Wandel in der Verbraucherelektronik bereits weitgehend gelegt sind. Jetzt gilt es für die Branche, die vollmundigen Versprechen einer besseren, schöneren, bequemeren elektronischen Welt mit neuen Geräten bei den Verbrauchern einzulösen. Und das ist schwieriger, als in Messehallen glitzernde Prototypen vorzustellen.

Stände mit mehreren großen Namen sucht man auf der weltgrößten Branchenschau in diesem Jahr vergeblich. Der Sony-Konzern, der im vergangenen Jahr noch eine ganze Halle belegte, stellt diesmal seine Technik lieber im firmeneigenen Gebäude am Potsdamer Platz aus. Für Panasonic, die ARD sowie diverse Unternehmen mit weniger bekannten Namen kam die Entscheidung für die jährliche Ifa zu spät, als die Messebudgets für 2006 bereits verplant waren. Insgesamt sind mit 1049 Ausstellern gut 150 weniger dabei als 2005.

Veranstalter zeigen sich zufrieden

Die Veranstalter zeigen sich dennoch zufrieden. "Die internationalen Aussteller tragen das Konzept der jährlichen Ifa mit", betont Rainer Hecker, der Aufsichtsratschef der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu). Die Reaktionen aus der Industrie sind hingegen gespalten. Eine jährliche Ifa zur jährlichen CeBIT in Hannover sei eine zu hohe Belastung, kritisiert ein ranghoher Manager eines großen Herstellers. "Zu viel, mit den gleichen Produkten, zu hohe Kosten." Dabei sei die Ifa an der Beteiligung der Verbraucher gemessen eine "Regionalmesse": "Der Großteil der Laufkundschaft kommt aus der Region Berlin/Brandenburg." Nicht zu unterschätzen sei allerdings ihre Bedeutung als Ordermesse vor allem für kleinere Anbieter.

Ähnliche Kritik kommt zum Beispiel auch von Philips. "Es gibt jedes Jahr die CES in Las Vegas, die CeBIT in Hannover und die Ifa in Berlin. Das klingt nach zu viel", sagte der Chef der Sparte Unterhaltungselektronik, Rudy Provoost, der "Financial Times Deutschland".

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