Klage wegen gefälschter Produkte
Tiffany zieht gegen Ebay vor Gericht

Ebay droht Ungemach wegen gefälschter Produkte. Der Luxus-Juwelier Tiffany hat bereits eine Klage gegen das Internet-Auktionshaus eingereicht. Der Vorwurf: Beihilfe zur Verletzung des Tiffany-Markenzeichens.

HB CHICAGO. Ein Tiffany-Sprecher sagte am Montag, bei einer Untersuchung des Ebay-Angebotes von diesem Jahr hätten sich 73 % der mit „Tiffany“ ausgezeichneten Produkte als Fälschungen herausgestellt. Ein Sprecher von Ebay verwies auf die Antifälschungsinitiative des Unternehmens, VeRO. Der Klagetext von Tiffany liege ihm nicht vor, sagte er und nahm dazu nicht Stellung. Die Klage war am Freitag in New York eingereicht worden.

„Da sie damit Geld machen, die Öffentlichkeit betrogen wird und Tiffany den Schaden hat, kommt die Frage auf, wer die Lasten der Überwachung tragen sollte“, sagte der Tiffany-Anwalt James Swire. Über Ebay-Projekte wie VeRO hätten zwei Vollzeit- Angestellte der Firma den Abbruch von 19 000 Auktionen erwirkt.

In der Klage wird verlangt, dass Ebay keine gefälschten Tiffany-Produkte mehr auf seinen Seiten aufführen darf und die Gewinne durch diese Produkte auflisten muss. Anderenfalls soll Ebay für jede gefälschte Produktart bis zu einer Million Dollar zahlen. „Wir nehmen diese Sorgen sehr ernst“, sagte der Ebay- Sprecher. „Deswegen arbeiten wir seit Jahren mit Tiffany und Tausenden anderen Inhabern von Rechten in unserem VeRO-Programm eng zusammen, um ihnen dabei zu helfen, derartige Fragen anzugehen.“

Tiffany-Aktien schlossen am Montag um 0,6 % höher bei 37,94 Dollar, die Papiere von Ebay um 0,8 % tiefer bei 85,81 Dollar.

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