Kleine Tablet-PCs
Samsung bringt ersten Origami-Rechner

Der koreanische Elektronikkonzern Samsung hat am 1. Mai in den USA seinen ersten Origami-PC vorgestellt. Der neue Rechnertyp in Form eines kleinen Tablet-PC soll ab dem 7. Mai in der Fachhandelskette Best Buy zu kaufen sein.

MÜNCHEN. Als Preis nannte Samsung auf einer Pressekonferenz in San Francisco 1099 Dollar. Auch in einigen europäischen Ländern wie Großbritannien oder Deutschland sollen Origamis noch im Mai angeboten werden. Das wollte das für die Systemsoftware zuständige Unternehmen Microsoft auf Anfrage des Handelsblatts zwar nicht bestätigen, aber auch nicht ausschließen.

Die Origami-Rechner wurden erstmals im März auf der Cebit in Hannover gezeigt. Dabei wurden Samsung und Asus (Taiwan) als Hersteller genannt. Das nun von Samsung in den USA vorgestellte Origami-Modell "Q1" ist mit einem 7-Zoll Touchscreen Display (17,78 cm) ausgestattet, das mit einer Auflösung von 800 mal 480 Bildpunkten arbeitet. Der Mini-Tablett-PC wiegt laut Hersteller 779 Gramm ohne das externe Laufwerk und ist bei einer Fläche von 22,8 mal 14,0 Zentimetern nur 2,5 Zentimeter dick.

Bei der Vorstellung auf der Cebit wurde dieser neue PC-Typ von Intel und Microsoft auch Ultra Mobile PC (UMPC) genannt. Damit wollen beide Industriegiganten eine neue Gerätegattung etablieren, die sich für den mobilen Einsatz eignet und von der Medienwiedergabe bis zur Navigation ein breites Aufgabenspektrum abdecken soll.

Softwaretechnisch läuft das Gerät derzeit mit Windows XP Tablet PC Edition, das für eine bessere Bedienung mit dem Touchscreen um mehrere Skins erweitert wurde. Es soll jedoch bei der Nutzung einer Zusatztastatur auch der Einsatz der regulären Windows XP Versionen möglich sein. Später soll Windows Vista zum Einsatz kommen.

Auf der Hardwareseite ist als Prozessor entweder ein Low-Voltage-Celeron oder einen Ultra-Low-Voltage-Pentium-M-Prozessor von Intel an Bord. Er wird durch 512 MByte DDR2-Speicher mit 400 MHz ergänzt. Der Chipsatz Intel 915GMS enthält bereits die Grafiklösung GMA900. Für die Anbindung von Peripherie und die Kommunikation stehen Wi-Fi, Bluetooth und zwei USB-Anschlüsse bereit. Das Gerät hat ein Einschubslot für CF-Karte (Compactflash). Die integrierte 1,8-Zoll-Festplatte bietet 40 GByte Speicherplatz.

In einer ersten Analyse nach der Einführung in den USA waren vor allem zwei Kritikpunkte zu lesen: der zu hohe Preis und eine zu kurze Laufzeit der Batterie. Die Akkulaufzeit des Q1 beträgt nach Test der Cebit-Geräte beim Abspielen von DVDs 1,75 Stunden. Samsung spricht von 3,5 Stunden. Das ist deutlich zu kurz. In diesem Zusammenhang räumt Intel ein, dass hier die Akkulaufzeit einen Tag betragen soll.

Bei der Kostenfrage sind sich Branchenbeobachter einig, dass der Preis höchsten bei der Hälfte liegen darf. Zudem wird damit gerechnet, dass zunächst Profis und nicht Verbraucher die Origamis für vertikale Anwendungen der Datenerfassung wie etwa in Krankenhäusern oder Speditionen nutzen werden.

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