Kleinere Auktionshäuser mit alternativen Versteigerungsformen
Es muss nicht immer Ebay sein

Die weltgrößte Online-Auktionsfirma Ebay hat im dritten Quartal Umsatz und Gewinn erneut deutlich gesteigert. Grund war vor allem die bessere Entwicklung des Kerngeschäfts, den Online-Versteigerungen. Dabei gibt es etliche alternative Online-Auktionshäuser mit spannenden Versteigerungs- oder Verkaufsverfahren.

HB MÜNCHEN. Jeder kennt Ebay, den Marktführer unter den Auktionsportalen. Weniger bekannt sind die zahlreichen kleineren Handelsplattformen, deren Verfahren und Konditionen sich deutlich voneinander unterscheiden.

Azubo dreht den Spieß um

Bei Azubo (www.azubo.de) wird das übliche Versteigerungsprinzip einfach umgekehrt. Während sich in einer klassischen Auktion die Interessenten überbieten, fällt hier der Preis, bis ein Käufer zuschlägt und den Artikel erwirbt. Der Verkäufer legt einen Mindestbetrag fest, den der Preis nicht unterschreiten darf. Je länger man als Interessent sein Angebot hinauszögert, desto günstiger wird der Artikel desto größer aber andererseits auch das Risiko, dass ein anderer schneller ist und den Zuschlag erhält.

Alternativ kann der Interessent auch seinen Wunschpreis angeben. Liegt dieser über dem Mindestbetrag, kann der Verkäufer seinen Mindestpreis bis zum höchsten vorliegenden Wunschpreis erhöhen. Liegt der Wunschpreis unter dem Mindestbetrag, hat der Verkäufer die Möglichkeit, ihn zu löschen. Er kann ihn aber auch akzeptieren, wenn niemand einen höheren Preis bietet.

Die Idee, ein solches umgekehrtes Versteigerungsprinzip einzuführen, kam den Gründern, weil sie häufiger das Auktionsende bei klassischen Versteigerungen verpasst hatten und aus diesem Grund von einem Konkurrenten überboten worden waren eine Erfahrung, die den meisten Ebay-Nutzern vertraut sein dürfte. Neben dem Verfahren der fallenden Preise gibt es bei Azubo auch die Möglichkeit, Artikel zum Fixpreis zu erwerben oder anzubieten. Insgesamt werden zurzeit rund 50 000 Artikel bei Azubo angeboten.

Top-Down-Auktionen auch bei Atrada

Atrada (www.atrada.de) ist ein Portal für gewerbliche und private Anbieter und Käufer und gehört zu T-Online. Es bietet derzeit etwa 30 000 Artikel an und zählt damit zu den kleineren Handelsportalen, zeichnet sich aber durch ein relativ gutes Angebot an Technik-Produkten aus. Neue und gebrauchte Waren können über verschiedene Handelswege erworben und verkauft werden. Auch hier gibt es die bereits beschriebenen Top-Down-Auktionen, bei denen der Preis in regelmäßigen Zeitabständen um eine vom Verkäufer festgelegte Spanne fällt, bis der Mindestpreis erreicht ist oder bis ein Interessent auf den Kaufen-Button klickt.

Daneben gibt es die klassische Auktion, bei der sich der Verkaufspreis nach dem Höchstgebot eines Interessenten innerhalb der vom Verkäufer festgelegten Laufzeit richtet. Auf dem Online-Marktplatz finden sich aber auch Festpreis-Angebote mit vorgegebener Laufzeit und schließlich sogenannte Power-Buying-Angebote. Letztere können von Verkäufern gewählt werden, die größere Stückzahlen eines bestimmten Artikels anzubieten haben. Es gilt das Prinzip: Je mehr Interessenten zusammenkommen, desto günstiger wird der Preis. Der Interessent kann seine Bestellung an eine bestimmte Preis-Stufe binden: Seine Vormerkung wird erst dann wirksam, wenn sich genügend Interessenten gemeldet haben und der gewünschte Preis erreicht ist.

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