Komprimierungstechnik verringert Speicherbedarf
Software reduziert die Datenmengen

Mehr Simulation heißt auch mehr Speicherbedarf. Dank einer neuen Komprimierungs-Software, die Fraunhofer-Forscher aus Sankt Augustin bei Bonn entwickelt haben, ist das für Crash- und Wettersimulationen kein Problem: Denn die Datenberge werden auf bis ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe geschrumpft.

HB DÜSSELDORF. Ab 2008 wird beim Deutschen Wetterdienst die Prognose für die kommenden Tage etwa 20 Mal vorausberechnet. „Da entstehen im Jahr etwa 2,5 Petabyte an Daten“, sagt Clemens-August Thole vom Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen. Ein Petabyte entspricht etwa 2000 Festplatten mit je 500 Gigabyte Speicherplatz. Um diese Menge klein zu rechnen, hat Thole mit seinem Team eine Software entwickelt, die Wetterdaten um den Faktor 2,5 reduzieren.

Auch aus der Automobilindustrie sind Simulationen nicht mehr wegzudenken. Allerdings benötigt bereits ein virtueller Crash mehrere Gigabyte Speicherplatz. „Pro Tag fährt so ein Modell etwa 100 bis 150 Mal im Rechner gegen die Wand“, sagt Rodrigo Iza-Teran. Da kommen schnell Daten von 100 Terabyte und mehr zusammen. Als ersten Schritt für die Kompression geben die Entwicklungs-Ingenieure die Genauigkeit der gespeicherten Daten vor, zum Beispiel ein Millimeter für Fahrzeugcrashs. Bei diesem sogenannten Quantisieren wird bewusst ein Datenverlust in Kauf genommen. Alle weiteren Komprimierungsschritte sind verlustfrei, das heißt die Daten lassen sich wieder 1:1 herstellen.

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