Konvergenz
Bald kommt alles aus einer Dose

Die deutschen Festnetzanbieter haben sich fast unisono ein Motto auf die Fahnen geschrieben: Alles aus einer Hand. Die Kunden sollen Dank superschneller Netze zu Hause gleichzeitig fernsehen, telefonieren und im Internet surfen. Zudem soll ein Telefon-Gerät reichen, um im Festnetz und mobil Empfang zu haben.

DÜSSELDORF. Solchermaßen "konvergent" werden sich Telekom und Co auf der Cebit präsentieren. Das "Dual Phone" kann allerdings noch kein UMTS, und beim "Triple Play" geben Fachleute zu bedenken, dass es angesichts der vielen frei zu empfangenden TV-Kanäle nicht leicht sein dürfte, die Kunden zu einem Wechsel zu bewegen.

Für einen großen Auftritt will Telekom-Chef Kai Ricke-Uwe die Hightechmesse in Hannover nutzen: Die "Innovationsstrategie" für die kommenden Jahre soll dann ausführlich vorgestellt werden. Die Marschrichtung ist klar - der Konzern will sich vom Operator, der Anschlüsse und Verbindungen bereitstellt, zum Dienstleister mit individuellen Multimedia-Angeboten wandeln. Möglich machen soll dies das umstrittene Supernetz, in das die Bonner Milliarden investieren wollen, aber auf dem sie auch Regulierungsfreiheit fordern und darüber im Streit mit Brüssel liegen.

Telekom hat ein ehrgeiziges Ziel

Da die Vorab-Kontrolle davon abhängt, ob die Produkte auf der Glasfaser echte Neuerungen sind, werden die Ankündigungen der Telekom mit besonderer Spannung erwartet. Denn schon im Herbst sollen die ersten Anwendungen über das VDSL-Netz flitzen, und Ende 2007 wollen die Bonner eine Million Triple-Play-Kunden haben, aus Analystensicht ein ehrgeiziges Ziel. Was der Konzern indes bisher in Sachen Inhalt in Aussicht stellte, ist für EU-Kommission und Experten kein wirkliches Novum.

Auch Arcor, die Nummer zwei im deutschen Festnetz, setzt auf die Kombination von TV, Telefonie und Surfen im Web. Ihre Angebote kommen wie die vieler anderer Unternehmen auf Leitungen daher, die mit einem Tempo von bis zu 25 Megabit pro Sekunde zwar nur die Hälfte des Hypernetzes der Telekom schaffen, aber das herkömmliche DSL auch so weit in den Schatten stellen. Arcor will in Hannover schon Content-Lieferanten verraten.

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