Kooperation mit Apple in der Unterhaltungselektronik
HP bringt eigene iPod-Version

Der US-Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) wird künftig eine eigens für HP produzierte Version des iPod-Musikplayers von Apple vertreiben. Außerdem will HP Apples Online-Musikladen iTunes Musicstore unterstützen.

HB SAN FRANCISCO. Das tragbare Abspielgerät für digitale Musik - der iPod - werde ab Juni oder Juli auf den Markt kommen, teilte HP am Donnerstag während der Messe Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas mit. Bereits ab März oder April würden HP-PCs und-Notebooks mit Apples Musik-Abspiel- und Verwaltungsprogramm iTunes ausgeliefert. Diese Computer würden zudem so konfiguriert, dass die Benutzer direkt zu Apples Online-Musikdienst iTunes Music Store geführt würden. Zu dem Preis des Geräts und den finanziellen Einzelheiten der Abmachung wurden keine Angaben gemacht.

Apples Marketing-Chef Phil Schiller sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Apple werde die Player herstellen und sie dann an HP verkaufen. Er sprach von einem großen Schritt für den iPod. HP-Chefin Carly Fiorina sagte, ihre Firma habe zunächst auch den Vertrieb von Abspielgeräten anderer Hersteller in Erwägung gezogen. Am Ende sei man jedoch "zu dem Schluss gekommen, dass Apples iPod Musik-Player und der iTunes Musikdienst mit Abstand am besten sind." Apple hat bislang mehr als zwei Mill. iPods verkauft und vor einigen Tagen ein weiteres Modell der Reihe vorgestellt. Der iTunes Musikdienst bietet eine Auswahl von mehr als 500 000 Songs und hat bislang insgesamt mehr als 30 Mill. Musikdateien verkauft. Apple bietet diesen Online-Dienst nicht in Europa an.

Der Marktforscher Phil Leigh von Inside Digital Media sagte, die eigentliche Bedeutung der Vereinbarung liege darin, dass HP jetzt ein Apple-Produkt und eine Apple-Plattform unterstütze. "Wann hat jemals ein großer PC-Hersteller eine Software- Plattform gefördert, die nicht von Microsoft ist?", fragte er. Die Vereinbarung sei ein Schlag gegen das von Microsoft propagierte Musikdatei-Format Windows Media Audio (WMA).

Apple und einige andere Firmen haben sich dem Format Advanced Audio Coding (AAC) verschrieben. "Das gibt Apple genau zur richtigen Zeit den nötigen Schub, um möglicherweise zum Standard zu werden", sagte Leigh. IPod und iTunes unterstützen auch das bekannteste Format für digitale Musik, MP3. Ein Sprecher von HP warnte dagegen davor, die Zusammenarbeit mit Apple überzubewerten. HP habe keine Einschränkung bei den Formaten angekündigt. "Hier geht es nicht um einen Heiligen Krieg zwischen Apple und Microsoft", sagte er.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%