Kooperation von E-Plus und Skype
Internet-Telefonie macht vor Handys nicht halt

Nun können Handybesitzer nicht nur mobil, sondern auch kostengünstig über das Internet telefonieren. E-Plus und Skype haben diese Woche ein Angebot gestartet, das die Voice over IP (VoIP) genannte Technik via UMTS erlaubt.

leo DÜSSELDORF. Gleichzeitig macht sich der weltgrößte Mobiltelefonhersteller fit für die Internet-Telefonie. Ab Anfang 2006 liefert Nokia die passenden Telefone für VoIP. Die neuen Business-Telefone E60, E61 und E70 kombinieren die Funktechniken UMTS und WLan und unterstützen so bereits ab Werk die drahtlose Internet-Telefonie.

Die Nutzung von VoIP ist beim mobilen Online-Pauschaltarif von E-Plus eigentlich ausgeschlossen. Im Fall von Skype macht der drittgrößte deutsche Mobilfunkanbieter jedoch eine Ausnahme und ermöglicht zumindest auf Windows-Computern den proprietären Internet-Telefonie-Service des kürzlich von Ebay übernommenen Unternehmens. Die Grundausstattung dafür besteht aus der Skype-PC-Software sowie einem Headset. Dieses Paket soll es bei E-Plus für Nutzer der „Online Flat“ bis Ende des Jahres kostenlos geben (solange der Vorrat reicht).

Das Angebot gilt als „Feldtest“ und läuft im Rahmen der Kooperation, die E-Plus und Skype auf der diesjährigen Funkausstellung in Berlin vorgestellt haben. Seither gibt es zudem den Daten-Tarif von E-Plus, mit dem Notebook-Besitzer ab monatlich 39,95 Euro unbegrenzt mobil im Internet surfen können. Die Skype-Software ist für PCs seit über einem Jahr kostenlos erhältlich und ermöglicht Gratis-Gespräche mit anderen Skype-Nutzern. Telefonate ins Fest- und Mobilfunknetz sind wie bei der Konkurrenz gebührenpflichtig.

Unterdessen erweitert Nokia mit der E-Serie sein Portfolio um drei Geräte, die neben mobilen E-Mail-Lösungen und UMTS mit Wireless LAN und VoIP aufwarten. Unternehmen können die Anfang 2006 in den Handel kommenden Smartphones E60, E61 und E70 direkt via WLAN mit einem IP-Telefonnetz verbinden. „Unser Ziel ist es, unseren Kunden Geräte bereitzustellen, die allen relevanten Anforderungen an Mobilität im Beruf gerecht werden“, erklärt Niklas Savander, Senior Vice President im Bereich Business-Mobiltelefone von Nokia.

Insgesamt stehen der Telekommunikationsbranche nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts Gartner in den kommenden Jahren fundamentale Veränderungen bevor. Bereits im Jahr 2009 werde ein Drittel der Konsumenten voraussichtlich ihre Festnetzanschlüsse gekündigt haben und mobil oder über das Internet telefonieren, teilten die Experten am Montag mit. Sollten die Preise weiter fallen, könnten die Konsumenten sogar noch schneller die ausschließlich mobile Nutzung des Telefons vorziehen. Vor diesem Hintergrund haben Marktbeobachter bereits seit geraumer Zeit mit der Kombination von VoIP und Mobilfunk gerechnet.

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