Kooperation zahlreicher Grafikfirmen
Universeller 3D-Grafikstandard in Arbeit

Intel, Boeing, Adobe und mehr als 30 weitere Unternehmen haben das 3D Industry Forum gegründet. Ziel der Gruppe ist es, dass interaktive 3D-Inhalte im Geschäftsalltag und online ebenso leicht genutzt werden können wie digitale Musik, Videos und Fotos.

HB BARCELONA. Das 3D-Forum besteht aus Entwicklern und Unternehmensanwendern von räumlicher 3D Grafiktechnik. Zusammen mit der Normungsorganisation Ecma International (European Computers Manufacturing Association) arbeiten sie unter der Führung von Intel, Boeing und Adobe an den Spezifikationen eines universellen 3D Formats, die als Vorschlag für einen ISO-Standard dienen soll.

Grund für das Engagement: Interaktive 3D-Grafiken gelten als auf breiter Basis akzeptierte Kommunikationsgrundlage für Bildung und Unternehmen. Doch es gibt dabei noch eine Reihe technischer Schwierigkeiten. Obwohl die verfügbare Bandbreite und die Leistung der Computer in den Unternehmen stark gestiegen sind, verhindern fehlende Standards, dass die 3D-Inhalte breiten Einzug bei Technikern und Designern finden.

Mit einem universellen Standard für die Nutzung der 3D-Inhalte, wie sie etwa beim Produktentwurf anfallen, könnten Unternehmen und Pädagogen interaktive Simulationen zu einem verbreiteten Hilfsmittel in der Schulung werden zu lassen. Elektronische Bedienungsanleitungen könnten interaktive Darstellungen für die Wartung und Reparatur von Autos, Flugzeugen und anderen Gegenständen anzeigen. Nutzer von Online-Katalogen könnten Produkte auf Basis von 3D-CAD-Modellen ausprobieren, die bei der Herstellung der Produkte entwickelt wurden.

„Die heute beschlossen Zusammenarbeit zwischen so verschiedenen Industrien wie Flugzeugbau, Software und Halbleiter markiert einen bedeutenden Schritt für die Verfügbarkeit von 3D-Grafiken in Form eines allgegenwärtigen Mediums“, sagte Intels Chief Technology Officer, Pat Gelsinger, auf einem Entwicklerforum in Barcelona. Ein gutes Beispiel dafür sei das JPEG-Dateiformat, das Bilder auf unsere PCs, in das Internet und sogar auf unsere Mobiltelefone gebracht habe.

Boeing-Manager George Uffenorde erläutert die Motive des Flugzeugbauers: „Wir untersuchen interaktive 3D-Technologien darauf, ob sie Angestellten oder Kunden ein reichhaltiges Medium bieten, das die Art und Weise revolutioniert, wie komplexe Produktdaten kommuniziert werden können. Dabei arbeiten wir an der Entwicklung sehr effizienter Prozesse zur Darstellung von Informationen, um preiswertere Schulungen anbieten zu können und um verbesserte Visualisierungsmethoden zu bekommen“.

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