Kostenloser Cloud-Dienst
Apple-Chef Steve Jobs greift Google an

Nach dreimonatiger Pause ist Steve Jobs wieder da und wird gefeiert wie ein Popstar. Mit Apple will er seine Erfolgsgeschichte in der Cloud fortsetzen - und wählt eine aggressive Strategie.
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San FranciscoApple-Chef Steve Jobs hat am Montag seinen zweiten öffentlichen Auftritt seit Beginn seiner medizinisch begründeten Auszeit im Januar absolviert. Die Klänge von James Browns Song „I Feel Good“ füllte Sekunden vor Jobs' Auftritt die Halle in San Francisco. In einen schwarzen Rollkragenpullover und Jeans gekleidet marschierte der dünne Jobs auf die Bühne. Das Publikum begrüßte ihn mit stehenden Ovationen.

Nach den Rekordergebnissen der vergangenen Monate erneuert der kalifornische Computerkonzern Apple die Software-Basis seines Erfolgs und führt neue Internet-Dienste ein. Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC kündigte das Unternehmen für Juli eine neue Version des Computer-Betriebssystems Mac OS X an. Im Herbst soll ein Update des mobilen Systems iOS folgen. Außerdem setzt das Unternehmen verstärkt auf den aktuellen Cloud-Trend, der auch die persönlichen Daten ins Internet legt.

Die Zeit sei vorbei, in der der Personal Computer im Mittelpunkt gestanden habe, sagte Vorstandschef Steve Jobs am Montag zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco. "Manche Leute glauben, dass die Cloud nur eine Festplatte in den Wolken ist. Wir denken, dass es viel mehr ist." Der künftig kostenlose Online-Dienst, der das alte MobileMe ablöst, soll jetzt auch zum Speichern von Dokumenten aller Art dienen. Und "iCloud" speichert auch die Songs, die bislang auf der Festplatte des Kunden liegen. Im Vorfeld wurde über den Preis spekuliert. Apple ist nicht dafür bekannt, seine Dienste kostenlos anzubieten. Dass der Konzern seinen Nutzern den Dienst nun gratis zur Verfügung stellt, kann als aggressive Antwort auf die Dienste von Amazon und Google interpretiert werden.

Marketing-Chef Phil Schiller kündigte die neue Version des Mac-Betriebssystems mit der Bezeichnung "Lion" für Juli an, zu einem Update-Preis von rund 24 Euro. In "Lion" gebe es mehr als 250 neue Funktionen. Dabei übernimmt das Mac-System für Notebooks und Desktop-Computer etliche Bedienfunktionen vom Tablet-Computer iPad, etwa die Unterstützung von Zwei-Finger-Gesten für Touchpad-Eingabegeräte und die Vollbilddarstellung von Anwendungen.

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  • Immer noch besser als Windows 8 mit seinen Kacheln. Chrome OS ist auch keine Lösung. Was also dann? Linux? Das nimmt die Softwareindustrie ja immer noch nicht ernst.

  • Apple ist eine "Geschlossene Gesellschaft" Hat zunächst Vorteile,
    auf Frist mehr Nachteile, deshalb weg von den Fangarmen
    von Apple

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