Kriminalität
Jugendschützer lehnen Verbot von „Killerspielen“ ab

Nach dem Amoklauf von Emsdetten hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) ein Verbot so genannter Killerspiele abgelehnt.

dpa KASSEL. Nach dem Amoklauf von Emsdetten hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) ein Verbot so genannter Killerspiele abgelehnt.

Die Forderung nach einem Herstellungsverbot solcher Computerspiele lenke von den wirklichen Problemen ab, heißt es in einem am Donnerstag nach einer Mitgliederversammlung in Kassel veröffentlichten Beschluss. Die Verbreitung von gewaltverherrlichenden Computerspielen sei bereits jetzt strafbar. „Dass Kinder und Jugendliche dennoch für ihre Altersstufe nicht freigegebene oder indizierte Spiele nutzen, weist nicht auf rechtliche Defizite, sondern auf unzureichende Kontrollen und mangelnde Aufmerksamkeit hin.“

Die Mitarbeiter der Jugendhilfen, aber auch Schulen und Nachbarschaften müssten sich daher fragen, wie Hilfesysteme auf derartige instabile und sozial isolierte Jugendliche reagieren müssten. Die BAJ forderte, auf die Umsetzung der bestehenden gesetzlichen Regelungen Wert zu legen, vor allem aber Medienpädagogik, Information und Aufklärung zu stärken.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz wurde 1951 als Zusammenschluss von Spitzenverbänden der Wohlfahrtspflege und von Jugend-, Familien- und Fachverbänden gegründet.

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