Kriminalität
Vorsicht bei Internet-Verträgen geboten

Justizbehörden haben Verbraucher zu mehr Vorsicht bei Vertragsabschlüssen im Internet aufgerufen. „Man muss im Internet genauso Vorsicht walten lassen wie bei schriftlichen Verträgen oder bei Geschäften an der Haustür“, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft.

dpa FRANKFURT. Anlass waren über 4 500 Verfahren gegen einen hessischen Internetanbieter, die allesamt eingestellt worden sind. Betrug der Internet-Nutzer sei nicht nachweisbar, betonte die Anklagebehörde.

Die Internet-Nutzer hatten auf verschiedenen Seiten der Firma mit der Eingabe ihrer Personalien und dem Anklicken bestimmter Kästchen Abonnements abgeschlossen - nach Einschätzung der Staatsanwälte freiwillig. Im Angebot waren unter anderem die Zusendung von Gedichten, der Zugriff auf schulische Hausarbeiten sowie Lexika, Routenplaner oder Informationen zur Lehrstellensuche. Das Unternehmen hat laut Justiz für seine Dienste regelmäßig Rechnungen über 84 Euro und Mahnungen über 123 Euro verschickt.

Die Ermittler hatten sich auf die rund 1 500 Fälle konzentriert, in denen die Anzeige-Erstatter behaupteten, nie auf den fraglichen Seiten gewesen zu sein. Die Auswertung der Internetprotokolle habe aber regelmäßig das Gegenteil ergeben. Die Verbraucher seien auf den Seiten explizit über ihre Zahlungspflichten aufgeklärt worden und hätten ihre Personalien freiwillig eingegeben, teilte die Justizbehörde mit. Offenbar hätten viele nicht verstanden, dass sie damit einen Vertrag abgeschlossen hätten. Die Firma bediene sich vielleicht nicht der feinsten Geschäftspraktiken, strafbar habe sie sich aber nicht gemacht.

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