Kriminelle Elemente erschüttern Online-Finanzdienste
Wachsende Phishing-Gefahr

Die Zahl der sogenannten Phishing-Webseiten wächst weiter und stellt damit auch eine wachsende Gefahr für das Online-Banking und andere Internet-basierende Geschäftsmodelle dar.

hiz DÜSSELDORF. Nach Angaben der Anti-Phishing Working Group gab es im Oktober weltweit rund 1140 aktive Phishing-Seiten. Das sind doppelt so viele wie noch im Juni 2004. Die Daten basieren auf der Analyse vieler Millionen Websites, die täglich von den Websense Security Labs beobachtet werden. Im Zeitraum von Juli bis Oktober ist damit nach Angaben der Anti-Phishing Working Group eine durchschnittliche monatliche Zunahme der Phishing-Webseiten um 25 Prozent zu verzeichnen.

Beim Phishing präsentieren Betrüger einem Bankkunden eine gefälschte Webseite und fordern ihn auf, persönliche Daten wie PIN, TAN oder Kontonummer einzutragen. Das Hinterhältige daran ist, dass das Formular dem der Geldinstitute täuschend ähnelt. Fallen die Angesprochenen auf den Trick rein, laufen sie Gefahr, dass im Handumdrehen ihr Konto geplündert wird.

Primäres Angriffsziel der Phishing-Attacken ist immer noch mit 73 Prozent der Finanzdienstleistungsbereich, gefolgt von Internet-Service-Providern mit 14 Prozent und der Handel (beispielsweise Ebay) mit 7 Prozent. Die Seiten der Betrüger sind nicht lange aktiv, da die Verursacher sonst von den Strafverfolgungsbehörden ermittelt werden könnten. Im Oktober betrug die durchschnittliche Lebensdauer einer Phishing-Seite 6,4 Tage.

Da es fast keine absolut sicheren Automatismen gegen Phishing-Mails gibt, empfehlen die Fachleute, keine Links in E-Mails anzuklicken, die suspekt sind. Banken und Internet Service-Provider betonen immer wieder, dass sie niemals über das Internet irgendwelche Kennwörter, Kontoinformationen oder sonstige vertrauliche Daten abfragen würden. Auch die im Bild gezeigt E-Mail, die nach dem Anschein von der Citibank kommt, ist gefälscht und hätte beim anklicken des „register“ Links auf eine gefälschte Seite geführt. Hinter dem Link verbarg sich eine obskure IP-Nummer, die absolut nichts mit dem seriösen Geldinstitut zu tun hatte und nach einem Tag schon nicht mehr erreichbar war.

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