Kritik an Plänen zur längerfristigen Datenspeicherung
Zuversicht in IT-Branche wächst

Die deutsche Informations- und Telekommunikationsbranche (ITK) entwickelt sich nach eigenen Angaben immer stärker zu einem Wachstumsmotor. Nach einem guten Auftaktquartal mit positiven Impulsen von der Branchenmesse Cebit 2005 rechnet der Branchenverband Birkom weiter mit einem deutlich über dem allgemeinen Wirtschaftswachstum liegenden Zuwachs.

HB FRANKFURT. "Die ITK-Unternehmen sind erfolgreich in das Jahr gestartet und die Zuversicht wächst, dass die Geschäfte auch künftig gut laufen", sagte Jörg Menno Harms, Vizepräsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) am Montag in einer Telefonkonferenz zur Vorstellung des aktuellen Stimmungsbarometers der Mitgliedsunternehmen. 60,4 % von ihnen hätten ihren Umsatz im ersten Quartal gesteigert, das Stimmungsbarometer habe sich verbessert im Gegensatz zum allgemeinen Ifo-Geschäftsklimaindex.

Der Branchenverband bestätigte die Prognose für 2005 - die sich auf das Inlandswachstum bezieht ohne Export-Effekte - für einen Zuwachs von 3,4 % auf 135,2 Mrd. ?. 2004 war die ITK-Branche nach drei Jahren Rückgang um 2,6 % gewachsen. Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der meisten Konjunkturexperten 2005 um rund ein Prozent zulegen. "Die Cebit hat zusätzlich für frischen Wind gesorgt", sagte Harms. Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder ergänzte, die meisten Aussteller hätten ihre Erwartungen prozentual leicht zweistellig übertroffen. Dennoch bleibe der Branchenverband bezogen auf die Prognose 2005 eher konservativ. Erst müsse das zweite Quartal abgewartet werden. Für die Aussteller sei das Nachmesse-Geschäft deutlich wichtiger.

Das Stimmungsbarometer beruht auf einer vierteljährlichen Umfrage des Bitkom unter seinen Mitgliedern. 76 % der ITK-Unternehmen - Bitkom vertritt 1300 Firmen, wovon 700 direkte Mitglieder sind - rechnen demnach 2005 mit steigenden Umsätzen, fast 40 % erwarten ein Erlösplus von mehr als fünf Prozent.

Der Branchenverband geht zudem weiter davon aus, dass im laufenden Jahr 10 000 neue Stellen auf dann 756 000 geschaffen werden. Die Stellen sollten vor allem von Software-Unternehmen und IT-Dienstleistern geschaffen werden, weil dort mit der größten Nachfrage gerechnet werde, erläuterte Harms. 86 % der Software-Firmen erwarten demnach 2005 ein Umsatzplus, 79 % sind es bei den IT-Dienstleistern. "Im Hardware-Bereich wird eher noch hier und da abgebaut." Jedoch erwarteten 63 % der Anbieter ein Umsatzplus. Auch Dreiviertel der Festnetz- und Mobilfunkanbieter, die rund 40 % des ITK-Marktes repräsentieren, rechnen mit steigenden Erlösen. Seit 2000 hatte die Branche - Hardware-, Software- und Serviceanbieter sowie Telekommunikationsunternehmen - rund 75 000 Stellen abgebaut. Sollte der ITK-Markt in Deutschland 2006 wie erwartet um mehr als drei Prozent wachsen, könnten auch im kommenden Jahr zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Zuletzt hatte Bitkom von einem ähnlichen Wachstum wie 2005 gesprochen.

Seite 1:

Zuversicht in IT-Branche wächst

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%