Künftige Bürosoftware
Microsoft stellt Bürosoftware „Office 12“ vor

Microsoft will die nächste Version seiner Bürosoftware mit einem Füllhorn neuer Funktionen und einer komplett neu gestalteten Oberfläche versehen. Erstmals präsentierte Microsoft-Chefentwickler Bill Gates Einzelheiten von "Office 12" sowie weitere Details des künftigen Betriebssystems Vista auf dem Entwicklerforum Professional Developer Conference.

dpa LOS ANGELES. Microsoft will die nächste Version seiner Bürosoftware mit einem Füllhorn neuer Funktionen und einer komplett neu gestalteten Oberfläche versehen.

Erstmals präsentierte Microsoft-Chefentwickler Bill Gates Einzelheiten von "Office 12" sowie weitere Details des künftigen Betriebssystems Vista auf dem Entwicklerforum Professional Developer Conference (PDC). Die für das zweite Halbjahr 2006 angekündigte Version sei die wichtigste Veröffentlichung seit "Office 95", sagte Gates in Los Angeles. "Office zwölf hat alle wesentlichen Bestandteile, um eine unglaubliche Produktivität bei Mill. von Menschen rund um den Globus freizusetzen."

Künftig solle Software so einfach, sicher und zuverlässig sein wie das Stromnetz, sagte Gates. Nach spontanen Lachern aus dem Publikum fügte er hinzu: "Vielleicht kann die Strombranche ja noch etwas von uns lernen." Am Vortag war die mit 3,9 Mill. Einwohnern zweitgrößte Stadt der Vereinigten Staaten zum Teil bis zu vier Stunden von einem kompletten Stromausfall betroffen. Auch auf den ersten Veranstaltungen des PDC ging plötzlich das Licht aus, Microsoft-Manager Greg Sullivan setzte allerdings unbeeindruckt seinen Vortrag unter Notstrombeleuchtung und ohne Beamer fort.

Die neue Gestaltung der Benutzeroberfläche von "Office 12" soll weit deutlicher die speziellen Wünsche der Anwender in den Vordergrund stellen und die Nutzung erheblich vereinfachen. "Neun von zehn Nutzern wünschen sich unter Office heutzutage Funktionen, die die Software längst bietet", sagte Microsoft-Manager Chris Capossela. Die Funktionen würden nur von vielen Anwendern gar nicht gefunden. Künftig sollen Nutzer schneller bessere Resultate erhalten. Die herkömmlichen Menüs und Werkzeugleisten werden durch ein Paket von grafisch gestalteten Symbolen ersetzt. Eine Vielzahl neuer intuitiver Werkzeuge soll es Anwendern ermöglichen, ihre Dokumente einfach zu bearbeiten, grafisch professionell zu gestalten, leichter zu finden und nach eigenen Bedürfnissen zu organisieren. Software-Entwickler rief Gates dazu auf, das neue Office als Plattform für die Entwicklung eigener Anwendungen zu nutzen.

Auch bei dem neuen Betriebssystem Vista (vormals unter dem Codenamen Longhorn bekannt), das ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte 2006 auf den Markt kommen soll, handelt es sich Gates zufolge um eine komplette Neuentwicklung. Es ist die erste Nachfolgeversion des Betriebssystems Windows XP, das im Oktober 2001 veröffentlicht wurde. Dass die Software in bis zu sieben Versionen für verschiedene Geräte vom Desktop-Rechner bis zum Handheld auf den Markt kommen soll, wurde unterdessen noch nicht bestätigt.

Mit einem speziellen Programm (Windows Vista Community Technology Preview, CTP) will Microsoft auch an der Fertigstellung des neuen Betriebssystems Vista ausgewählte Nutzer und Partner an der Entwicklung beteiligen. Vista soll als Plattform die Kommunikation zwischen den verschiedenen Software-Anwendungen und über verschiedene Geräte hinweg bruchlos erlauben und vielfältige Kommunikations- Möglichkeiten bieten.

Seitlich der Benutzeroberfläche (Sidebar) kann der Benutzer zum Beispiel Informationen wie einen Nachrichtenticker (im so genannten RSS-Format), ein Suchfenster oder eine Uhr platzieren. Auf Mausklick lassen sich Dokumente individuell zusammenstellen oder als Demo anzeigen. Möglich mache diese neue Flexibilität die inzwischen weit verbreitete Seitenbeschreibungssprache XML, sagte Gates. "XML ist wirklich das Herz von alldem, das sollte man nicht vergessen." Die Extensible Markup Language (XML) ermöglicht als einheitliche Struktur den Austausch verschiedenster Dokumente.

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