Künstler werden entschädigt
DVD-Brenner-Hersteller müssen für Raubkopien zahlen

Auf DVD-Brenner muss in Deutschland künftig eine Urheberabgabe gezahlt werden. Darauf haben sich die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) sowie der Branchenverband Bitkom verständigt.

HB/dpa BERLIN. Demnach müssen Unternehmen, die DVD-Brenner herstellen oder einführen, für jedes in Deutschland verkaufte Gerät 9,21 Euro bezahlen. Die Abgaben sollen Künstler für den wirtschaftlichen Verlust entschädigen, der ihnen durch erlaubte Privatkopien entsteht.

Mit DVD-Brennern können nicht nur Kopien von DVDs gezogen werden, sondern unter bestimmten Bedingungen auch Fernsehsendungen aufgezeichnet oder CDs gebrannt werden. Ursprünglich hatte die ZPÜ einen höheren Betrag durchsetzen wollen. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) verwies jedoch darauf, dass mittlerweile fast alle DVDs mit Kopierschutz ausgestattet sind. Die Regelung gilt rückwirkend zum 1. Januar 2003.

Für CD-Brenner zum Einbau oder Anschluss an PCs gibt es eine ähnliche Regelung bereits seit vergangenem Jahr. Für solche Geräte müssen 7,50 Euro Urheberabgabe gezahlt werden. In beiden Fällen bekommen Hersteller und Importeure, die Mitglied von Bitkom sind, einen Rabatt von 20 Prozent.

Gema-Chef Reinhold Kreile lobte die Vergütungsregelung als einen weiteren Schritt bei der Sicherung der Autorenrechte im Bereich der privaten Vervielfältigung. Auch im digitalen Zeitalter müsse das Recht des geistigen Eigentums respektiert werden, sagte der Vorstandsvorsitzende der musikalischen Verwertungsgesellschaft in München.

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